Cracker-Chef: "Schuld im Sinne der Anklage"

28. Februar 2002, 14:01
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Kopf von "DrinkorDie" bekennt sich vor Gericht schuldig

Einer der führenden Mitglieder der Crackergruppe "DrinkorDie" hat, laut Angaben diverser US-Meiden, vor einem Gericht in Alexandria, Virginia sein Schuldeingeständnis abgelegt, Der 28-jährige John Sankus erhofft sich durch diesen Schritt eine wesentliche Strafmilderung.

Größter Fahndungserfolg für amerikanische Zollbehörden

Die Crackergruppe "DrinkorDie" wurde nach einer langjährigen Untersuchung in einer großangelegten Operation, die unter dem Decknamen "Operation Buccaneer" lief, ausgehoben. Die US-amerikanischen Zollfahnder werfen der Gruppe vor gewerbsmäßigen Handel mit Raubkopien von Software, Filmen und Spielen vor. "DrinkorDie" wurde Mitte der 90er Jahre bekannt, als sie Kopien von Windows 95 weit vor dem eigentlichen Releasetermin über das Internet verbreiteten.

Fünf Jahre Haft drohen

Sankus drohen im Falle einer Verurteilung ohne Milderungsgründe bis zu fünf Jahre Haft und 250.000 Dollar Strafe. Die Verhandlung wurde für den 17. Mai festgesetzt. Laut Meinung der Ankläger war Sankus für den Vertrieb und das Managment von "DrinkorDie" tätig. Vor Gericht bekannte sich der Cracker in allen Punkten schuldig.

Sehr gut strukturiert und sicherheitsbewußt

Die Behörden beschreiben "DrinkorDie" als durchorganisierte Gruppe mit einem erhöhten Sicherheitsbewußtsein, die tausende illegale Raubkopien weltweit vertrieben haben soll. Mitglieder der gruppe trafen sich selten persönlich und kannten meist nur die "Nicknames", so die ermittelnden Beamten. Die Ermittlungen ergaben, dass Sankus als Koordinator von etwa 60 Personen, die Software auftrieben, kopierten und weitervertrieben, fungierte.(red)

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