2002 kein günstiges Urlaubsjahr

28. Februar 2002, 16:35
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Urlaub machen wird teurer als im Vorjahr. Die Kaufkraft ist gesunken, Schuld daran sind der schwache Euro und Preissteigerungen in den beliebtesten Urlaubsländern.

Wien - Nach Berechnungen der Bank Austria bekommt man für den Euro heuer um 10 Prozent weniger als im Sommer 2001. Damit ist der Euro - gewichtet nach der Beliebtheit der Urlaubsländer nur noch um rund 30 Prozent mehr wert als zu Hause, während der Schilling im Vorjahr in den Ferien die Kaufkraft noch um 50 Prozent erhöht hat.

Im Lieblingsferienland der Österreicher, Italien, erhält man für 100 Euro (1.376 S) im Schnitt Waren die in Österreich 116 Euro kosten, in Griechenland liegt dieses Verhältnis bei 126 Euro.

Türkei um einiges teurer als 2001

In der Türkei gibt es den stärksten Einbruch im Vergleich zum Vorjahr. Hier fällt der Wert von 240 im Jahr 2001 auf 187 Euro. Die massiven Preissteigerungen in der Türkei - die Inflation stieg auf 70 Prozent, die den 40-prozentigen Wertverfall der türkischen Lira wieder wettgemacht hat, sei damit auch die Hauptursache für den Wertverlust des "Urlaubsgeldes".

Auch in Ungarn bekommen Urlauber weniger Waren als im Vorjahr ums gleiche Geld. Die Kaufkraft des Euro sank in unserem Nachbarland von 220 auf 182. Grund dafür ist die Aufwertung des Forint um 10 Prozent und die deutlich höhere Inflation von 7 Prozent.

Japan als teures Pflaster

Weiter verteuert haben sich für die Österreicher Aufenthalte in den USA und Großbritannien. Für 100 Euro bekommen Urlauber in den Staaten nur noch Waren für 82 Euro nachdem es im Vorjahr noch 83 waren. In Großbritannien verschlechterte sich das Verhältnis von 85 auf 84.

Noch teurer sind für heimische Reisende die Schweiz und Japan. Bei den Eidgenossen ging die Kaufkraft von 74 auf 73 Euro zurück, in Japan stieg sie zwar wegen der weiteren Abwertung des Yen, liegt aber bei kläglichen 64 Euro. (APA/red)

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