Gateway hat Kostendruck

28. Februar 2002, 13:25
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Gewinnschwellen-Ziel verschoben - Absatz von Dienstleistungen und Produkten soll vorangetrieben werden

San Francisco - Der US-Computerhersteller Gateway hat sein Ziel, noch in diesem Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen, auf das nächste Jahr verschoben. Außerdem erwartet der zweitgrößte US-amerikanische PC-Direktanbieter für das aktuelle Quartal einen höher als erwarteten Verlust als Folge von Kostensenkungen und Werbemaßnahmen.

Für das aktuelle Geschäftsjahr rechne Gateway mit einem Verlust von 200 Mill. bis 250 Mill. Dollar (230 Mill. Euro/3,17 Mrd. S bis 288 Mill. Euro/3,96 Mrd. S) und Umsätzen von 4,5 Mrd. bis fünf Mrd. Dollar, teilte der Konzern am späten Mittwochabend mit. Erst im Geschäftsjahr 2003 könne Gateway einen Gewinn vor Sonderausgaben ausweisen. Vor einem Monat hatte der Konzern noch mitgeteilt, Gateway werde "für die nächsten paar Quartale" einen Vorsteuerverlust vor Sonderposten verbuchen.

Waitt: Absatz voran treiben

Chief Executive Ted Waitt sagte vor Analysten, Gateway werde noch stärker den Absatz von Computern und Dienstleistungen in seinen Geschäften vorantreiben, trotz eines stärkeren Kostendrucks durch den Konkurrenten und US-Marktführer Dell. Außerdem werde Gateway seine Filialen stärker nach dem Mitnahmemarkt-Prinzip ausrichten.

Für das erste Quartal rechne der Konzern mit einem Umsatz von einer Milliarde Dollar und einem Vorsteuer-Verlust vor Sonderposten von 100 Mill. bis 120 Mill. Dollar, teilte Gateway mit. "Wir hatten kein gutes Geschäft im Jänner", sagte Waitt. Die Strategie, dem Kunden für den Preis mehr Leistung als die Konkurrenz zu bieten, und die Werbekampagne zur Winterolympiade werde sich aber auszahlen.

Nach Worten von Finanzchef Joe Burke werde dies einen Verlust je Aktie von 18 bis 24 Cents bedeuten. Analysten gingen bisher von einem Verlust von 3 bis 18 Cents je Aktie aus. Gateway-Aktien fielen am Mittwoch an der Wall Street um mehr als sechs Prozent auf 5,10 Dollar. (APA/Reuters)

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