Wintertourismus in Österreich bis jetzt erfreulich

28. Februar 2002, 13:16
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Umsatzplus für Sommertourismus erwartet

Wien - Trotz rückläufiger Nächtigungszahlen im Jänner 2002 ist die Wintersaison für die österreichische Tourismuswirtschaft bis jetzt erfreulich verlaufen. In der ersten Hälfte der Wintersaison 2001/2002 (November 2001 bis Jänner 2002) wurden insgesamt 23,69 Mill. Übernachtungen gemeldet, das entspricht gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Plus von 1,8 Prozent (November 2001: +6,3 Prozent, Dezember 2001: +5,3 Prozent), meldet die Statistik Austria am Donnerstag. Während die Inländernächtigungen um 3,0 Prozent stiegen, nahmen die Ausländernächtigungen nur um 1,5 Prozent zu. Gefragt sind nach wie vor Nobelherbergen der 5- und 4-Stern-Kategorie. Bei den US-Gästen gab es einen Nächtigungsrückgang um fast 21 Prozent.

Deutlich höher als der Nächtigungszuwachs war die Zunahme der Gästezahl, wobei die Ankünfte insgesamt um 2,7 Prozent zulegen konnten (Inländer: +5,0 Prozent, Ausländer: +1,7 Prozent). Die höchste Nächtigungszunahme von österreichischen Gästen verzeichnete das Bundesland Salzburg (+7,9 Prozent), bei Ausländernächtigungen war es das Burgenland (+19,3 Prozent). Das Nächtigungsaufkommen in Hotels der gehobenen Kategorie (5-/4-Stern) nahm um 3,8 Prozent, in 3-Stern-Hotels nur um 1,8 Prozent zu.

Gästenächtigung wichtiger Herkunftsländer

Unter den wichtigsten Herkunftsländern nahmen die Gästenächtigungen aus den Niederlanden (+3,3 Prozent), dem Vereinigten Königreich (+10,3 Prozent) und aus der Schweiz (+15,8 Prozent) zu, während beim nächtigungsstärksten Herkunftsland Deutschland (65 Prozent Ausländernächtigungsanteil) ein leichter Rückgang von 0,5 Prozent festzustellen war. Bei Gästen aus den USA musste ein Nächtigungsminus von 20,9 Prozent hingenommen werden.

Mit Ausnahme von Wien (-3,5 Prozent), Niederösterreich (-3,3 Prozent) und Kärnten (-1,2 Prozent) waren in allen Bundesländern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Nächtigungszuwächse festzustellen, die höchsten im Bundesland Salzburg (+5,2 Prozent) und im Burgenland (+4,5 Prozent), die geringsten in Tirol (Nächtigungsanteil: 35,0 Prozent) mit +1,5 Prozent. Abgesehen von Niederösterreich (-3,0 Prozent) und Vorarlberg (-7,6 Prozent) nahmen die Inländernächtigungen zwischen +1,8 Prozent in Wien und +7,9 Prozent in Salzburg zu. In den Bundesländern Wien (-4,9 Prozent), Niederösterreich (-4,1 Prozent), Oberösterreich (-2,3 Prozent) und Kärnten (-2,0 Prozent) war die Entwicklung der Ausländernächtigungen negativ, in allen anderen Bundesländern positiv, im Burgenland relativ am höchsten mit +19,3 Prozent.

Im Jänner d.J. gingen die Nächtigungen um 1,3 Prozent auf rund 12,45 Millionen zurück, wobei sowohl die Zahl der inländischen Gäste mit minus 1,5 Prozent als auch die der ausländischen mit minus 1,3 Prozent rückläufig war. Ein Plus verzeichneten lediglich die Nobelhotels, alle anderen Hotelbetriebe mussten Rückgänge hinnehmen, am stärksten die Privatquartiere und Ferienwohnungen mit minus 4,8 bzw. 4,0 Prozent. Auch im Jänner gingen die Nächtigungen der deutschen Gäste zurück und zwar um 4,8 Prozent. Bei den US-Amerikanern sanken die Nächtigungen um minus 14,4 Prozent, bei den Ankünften gab es einen Rückgang um 21,6 Prozent.

Sommertourismus

Österreichs Touristiker blicken verhalten optimistisch auf die kommende Sommersaison 2002 (Mai bis Oktober). Da das wirtschaftliche Umfeld vor allem im Hauptherkunftsmarkt Deutschland eher schwach sei und viele Fernreisen nach den Terroranschlägen vom 11. September auf den Sommer verschoben wurden, könne der österreichische Tourismus im Sommer "nur mit einem geringe Umsatzwachstum von 1 bis 3 Prozent" und einer Stagnation der Nächtigungen rechnen, schätzt der Generaldirektor der Österreich Werbung (ÖW), Arthur Oberascher. Die Ankünfte in der vergangenen Sommersaison 2001 stiegen zwar leicht um 1,9 Prozent auf 14,6 Mill., die Nächtigungen sanken aber um 0,7 Prozent auf 59,2 Prozent. (APA)

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