Das Auf und Ab der Grade ...

28. Februar 2002, 15:58
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Der heurige Winter hatte extreme Temperatur- schwankungen - Tiefster Wert minus 26,5 Grad - Schnee war Mangelware

Wien - Die heurige Wintersaison, die mit Donnerstag, klimatologisch zu Ende geht, zeichnete sich vor allem durch extreme Temperaturschwankungen aus.

Kältewelle im Dezember

Während im Dezember eine Kältewelle mit bis zu eisigen minus 26,5 Grad Celsius die Österreicher zittern ließ, brachte der Februar mit bis zu 21,5 Grad schon einen Vorgeschmack auf den Frühling. Im Durchschnitt lag der Wert aber nur um 0,5 bis 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Bemerkenswert war laut einer Statistik der Hohen Warte auch die extrem geringe Menge an Schneefall.

Niederschlagsmengen blieben unter 40 Prozent des Mittels

Die Niederschlagsmengen blieben im Süden von Osttirol bis in das südliche Burgenland unter 40 Prozent des Mittels. Normale oder gar überdurchschnittliche Werte wurden nur in den nördlichen Kalkalpen, im nördlichen Alpenvorland sowie im Mühl- und Waldviertel erreicht. Während Klagenfurt mit einer Summe von 33 Millimetern Niederschlag den trockensten Winter seit 1974/75 erlebte (damals waren es 31 Millimeter gewesen), verzeichnete Rohrbach im Mühlviertel mit 377 Millimeter mehr als das doppelte der erwarteten Menge.

Schnee war Mangelware

Selbst in den niederschlagsreichen Gebieten war Schnee Mangelware. In den Alpen von Vorarlberg bis Niederösterreich waren es verbreitet nur 35 bis 80 Prozent der durchschnittlichen Menge, im Süden gar nur 20 bis 40 Prozent eines normalen Winters.

Relativ schneereich war der Raum Mariazell mit 86 Prozent des Erwartungswertes. Besonders trocken waren die Niederungen Ostösterreichs. In Wien fielen in diesem Winter bis jetzt neun Zentimeter der weißen Pracht, 1974/75 maß man hier allerdings nur vier und 1989/90 nur fünf Zentimeter.

In Klagenfurt war es am sonnigsten

Die Sonne schien hingegen in allen Teilen Österreichs wie gewohnt: Meist überschritt sie ihren Durchschnittswert sogar um zehn bis 20 Prozent. Besonders freundlich verlief der Winter 2001/02 im Süden und Südosten, wo der Sollwert um etwa die Hälfte übertroffen wurde. Klagenfurt verzeichnete statt der normalen 238 Sonnenstunden 370 und verfehlte den Rekord des Winters 1974/75 nur um sechs Stunden. (APA)

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