Teures Gemüse

28. Februar 2002, 11:47
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Verbraucherindex im Jänner nach oben gerutscht

Wien - Massive Verteuerungen bei Nahrungsmitteln, namentlich Gemüse, haben den Verbraucherpreisindex in Österreich im Jänner im Monatsabstand um 0,3 Prozent auf einen Wert von 103,6 (2000=100) in die Höhe getrieben. Gemüse verteuerte sich drastisch um 24 Prozent. Billiger wurden dagegen Bekleidungsartikel, Flugreisen und Telefongespräche im Festnetz.

Allein die 57,7-prozentige Verteuerung von Häuptelsalat gegenüber Dezember zog den Preisindex im Monatsabstand um 0,110 Prozentpunkte nach oben, gefolgt von Saisonobst (+30,4 Prozent) mit 0,053 sowie Karfiol (+46,6 Prozent) mit 0,017 Prozentpunkten. Auch die um 39,3 Prozent teureren Zucchini zogen den VPI noch 0,012 %-Punkte hoch.

Insgesamt die stärksten Preisanstiege gab es bei "Nahrungsmitteln und Alkoholfreien Getränken" mit +2,6 Prozent, wobei vor allem aus dem Mittelmeerraum eingeführtes Gemüse und Obst wegen schlechter Wetterlage drastische Preisschübe verzeichnete: Frischgemüse verteuerte sich um 24 Prozent, darunter Salat mit +58 Prozent als Extremfall. Karfiol und Zucchini waren fast die Hälfte teurer als ein Monat davor. Auch für Saisonobst musste 30 Prozent mehr bezahlt werden. Bei "Verschiedenen Waren und Dienstleistungen" verteuerten sich Dienstleistungen zum Sozialschutz um 4 Prozent, darunter die Heimhilfe um 35 Prozent und Seniorenheime um 2 Prozent. Im Schnitt 1 Prozent teurer wurden verschiedene Versicherungsprämien.

Billiger: Bekleidung und Schuhe

Die größten Preissenkungen gab es bei "Bekleidung und Schuhe" (-3,3 Prozent), wo sich der Winterschlussverkauf bemerkbar machte. Billiger wurden ferner "Nachrichtenübermittlung" (-0,9 Prozent), "Freizeit und Kultur" (-0,7 Prozent) sowie "Verkehr" (-0,4 Prozent).

Von den im Jänner gegenüber Dezember um 5,6 Prozent billigeren Flugpauschalreisen ging ein VPI-Dämpfungseffekt von 0,091 %-Punkten im Monatsabstand aus, die um 11,2 Prozent billigeren Damenjacken schlugen sich mit -0,039 Prozentpunkten nieder, die um 3,6 Prozent günstigeren Festnetz-Gesprächsgebühren mit -0,029 Prozentpunkten.

Im einzelnen sanken die Preise für Bekleidungsartikel um 4 Prozent, jene für Schuhe um 1 Prozent. Damen- und Herrenbekleidung wurde je 4 Prozent billiger (Damenschuhe -3 Prozent, Damenjacke -11, Damenrock -9, Damenstiefel -9, Herrenhose -7, Herrenjacke -10 Prozent). Im Freitzeit/Kultur-Bereich gab es Preissenkungen bei Büchern und Spiel- und Hobbywaren (je -3 Prozent), vor allem bei Flugpauschalreisen (-6 Prozent), aber auch im Luftpersonenverkehr (-6,6 Prozent). Außerdem sanken die Preise bei den variablen Festnetzgebühren (Gesprächsgebühr -4 Prozent, Onlinegebühr -3 Prozent, Internetgebühr -1 Prozent). (APA)

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