Wehmut zum Abschied von der D-Mark

28. Februar 2002, 11:14
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Deutscher Bundesbankpräsident: "Abschied fällt schwer"

Frankfurt - Zum endgültigen Abschied von der D-Mark als Zahlungsmittel hat der deutsche Bundesbankpräsident Ernst Welteke eine gewisse Wehmut ausgemacht. Die alte Währung sei ein nationales Symbol gewesen und stehe für den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg, sagte Welteke am Donnerstag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. "Der Abschied fällt deshalb besonders schwer."

Die Menschen fassten Vertrauen zum Euro, sagte Welteke, auch wenn viele im Kopf noch immer in D-Mark umrechneten. Der Bundesbankpräsident trat erneut der Behauptung entgegen, mit der Einführung des Euro sei alles teurer geworden. Statistisch schlage sich der Währungswechsel kaum nieder, weil sich Preissenkungen und -erhöhungen die Waage hielten. Niedrigere Preise würden die Verbraucher aber nicht wahrnehmen. "Das ist ein bisschen ein Vertrauensproblem", gestand er ein. (APA/Reuters)

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