Kolumbien: FARC-Kommandeur bei Gefechten getötet

28. Februar 2002, 07:28
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War für Entführungen verantwortlich

Bogota - Kolumbianische Regierungstruppen haben bei Gefechten gegen Kämpfer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) in der Nähe der Hauptstadt einen Guerilla-Kommandeur getötet. Wie die Armee am Mittwoch mitteilte, fand das Gefecht am Dienstag nur rund 25 Kilometer südwestlich von Bogota statt. So nah an der Hauptstadt, wie schon seit Jahren nicht mehr. Die Regierung setzte auch Kampfhubschrauber ein.

Fünf Geschäftsleute entführt

Bei dem Getöteten handelt es sich um Salvador Vargos Leon, der den Kampfnahmen Silverio trug. Er befehligte ein Bataillon mit rund 800 Kämpfern. Die Armee zeigte seine blutverschmierte Leiche. Er wurde für Angriffe auf Strommasten und Polizeiwachen, die Entführung von Geschäftsleuten, Erpressung und die Ermordung von fünf Menschen verantwortlich gemacht, die im März vergangenen Jahres tot aufgefunden wurden. Bei dem Gefecht wurden noch zwei weitere FARC-Kämpfer getötet und sechs Geiseln befreit.

Die FARC-Rebellen hatten erst am Dienstag weitere 19 Menschen in ihre Gewalt gebracht. Sie hatten sich am Montag auch zur Entführung der Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourts bekannt. (APA/AP)

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