"Wenn die Buben deppert sind, müssen wir das auch sein"

27. Februar 2002, 23:03
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Sibylle Fritsch präsentierte ihr neues Witzbuch "Worüber Frauen lachen"

Nichts ist schlimmer als Menschen, die ständig Witze erzählen. Doch: Menschen, die damit nicht aufhören. ("Einen hab' ich noch.") Noch schlimmer sind jene, die irgendwoher ein Witzsammelbuch holen - und bis zum Morgen Wuchteln vorlesen. Meist mit Bart. Wozu machen das die AutorInnen von Witzbüchern? Sibylle Fritsch hat eine gute Ausrede: Ihr Witzbuch - "Worüber Frauen lachen", Deuticke - steht im Dienste der Gleichstellung.

Frauenwitze - Männerwitze

Weil Männer immer so böse Witze über Frauen machen, schlügen "diese seit den 1990er-Jahren mit ihren Waffen zurück". Erst seit den 1990er-Jahren? Egal. Auch dass etliche "Frauenwitze" in recht männlichen Programmen (etwa bei Harald Schmidt oder Stefan Raab) schon zu Tode erzählt worden sind. Auch egal.

Bei der Präsentation im per se lustigen Friseursalon von Erich "Er-ich" Joham wurde Dienstagabend nach dem Buchmotto "wenn die Buben deppert sind, müssen wir das auch sein" vorgelesen und zurückgelacht. Und obwohl Frau Fritsch im Vorwort gesteht, sie selbst könne keine Witze mehr hören, hat sie sich dann beim Vorlesen doch ganz ganz wild zerkugelt. (rott/DER STANDARD, Printausgabe 28.02.2002)

Fritsch, Sibylle
Worüber Frauen herzhaft lachen
Deuticke
ISBN 3-216-30608-9

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