Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Norddeutschland

27. Februar 2002, 19:06
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1.000 Zuchtschweine aus seuchenverdächtiger Region in Großbritannien bezogen

Meppen - Wegen des Verdachts auf Maul- und Klauenseuche ist am Mittwoch ein Schweine-Betrieb im Emsland in Niedersachsen gesperrt worden. Nach Behörden-Angaben hat der Hof 1.000 Zuchtschweine aus einer Seuchen-verdächtigen Region in Großbritannien bezogen.

Die Zuchtschweine gehören zu Lieferungen, die aus West-Yorkshire vor allem nach Niedersachsen und in die Region Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen gebracht wurden. In der Herkunftsregion war jüngst der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche aufgekommen.

Nach ersten Untersuchungen in Großbritannien gab es am Mittwoch allerdings Hoffnung auf Entwarnung. Bei zwei Schafen hatte sich der Verdacht auf die Seuche zunächst nicht bestätigt.

Das deutsche Verbraucherschutzministerium kündigte am Mittwoch an, die Schweinetransporte nach Deutschland zu überprüfen. Die Betriebe stünden unter verschärfter Beobachtung. Die Schweine würden untersucht. Ergebnisse werden Ende der Woche erwartet.

Die britische Regierung hatte das Land am 15. Jänner als seuchenfrei erklärt. Fast auf den Tag ein Jahr zuvor, am 21. Februar 2001, war die große Maul- und Klauenseuche-Epidemie in Großbritannien ausgebrochen. Sie hatte auch das europäische Festland erreicht. (APA/dpa)

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