EU-Erweiterung "nicht rosig" für den Euro

27. Februar 2002, 22:16
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Wirtschaftsforscher Breuss: Instabilität zu erwarten

Wien - Probleme für die Stabilität des Euro durch einen allzu raschen Beitritt der Staaten Mittel- und Osteuropas zur Wirtschafts- und Währungsunion erwartet Wirtschaftsforscher und Universitätsprofessor Fritz Breuss. "Die EU-Kandidatenländer könnten Instabilität und eine zusätzliche Schwächung des Euro bringen. Wenn die Eurozone irgendwann aus 25 Ländern besteht, von denen die Hälfte schwache Volkswirtschaften sind, dann ist das nicht rosig für den Euro", sagte Breuss im Gespräch mit dem Standard.

Bevor die mittel- und osteuropäischen Länder den Euro einführen können, müssen sie jedoch, nach dem frühestens 2004 erfolgten EU-Beitritt, noch zwei Jahre lang ihre Wechselkurse in einer relativ engen Bandbreite zum Euro stabil halten und zusätzlich die Maastricht-Kriterien erfüllen. Derzeit liegen die EU-Beitrittswerber vor allem bei der Inflation und den Zinsen weit entfernt von den Maastricht-Kriterien, sagt Breuss. Die Staatsverschuldung beziehungsweise die jährlichen Defizite hätten einige Beitrittswerber bereits besser in den Griff bekommen als etwa das Euro-Mitgliedsland Griechenland. (miba, Der Standard, Printausgabe, 28.02.02)

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