EU-Wettbewerbshüter warnen Telefonica und Sogecable

27. Februar 2002, 18:36
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Vor zeitlichen Missbrauch der spanischen Fußballübertragungsrechte

Die europäischen Wettbewerbshüter haben den spanischen Kabelfernsehanbieter Sogecable und den Telekomriesen Telefonica bezüglich ihrer Übertragungsrechte der spanischen Fußball-Liga ins Visier genommen. EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti sagte gestern in Madrid, dass er die Übertragungsrechte der beiden Firmen bis 2009 für "exzessiv lang" halte.

Um eine friedliche Lösung bemüht

Sollten Sogecable und Telefonica die Übertragungsrechte nicht verkürzen, werde die Brüsseler Wettbewerbsbehörde ein Sanktionsverfahren gegen beide spanischen Firmen einleiten, so Monti. Er stehe bereits mit den beiden Unternehmen in Kontakt, um eine friedliche Lösung zu suchen. Sollten Sogecable und Telefonica demnächst allerdings keine zufriedenstellenden Lösungen vorschlagen, werde die EU-Behörde für Wettbewerb eine Vorwarnung versenden, welche generell der erste Schritt eines Sanktionsverfahrens bedeutet.

Zweitübertragungsrecht

Der EU-Kommissar sieht es als nicht gerechtfertigt an, dass die beiden Unternehmen die Übertragungsrechte der spanischen Fußball-Liga für eine so lange Zeit kaufen konnten. In diesem Zusammenhang bestätigte Mario Monti in der spanischen Presse, dass die EU-Kommission über die Erneuerung der Zweit-Übertragungsrechts debattiere, um die Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Sektor zu stärken. (APA)

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