Bankhaus Metzler: Pankl-Firmenstrategie "zu wenig fokussiert"

27. Februar 2002, 16:10
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Maßgebliche Rückstufung

Mit dem schlechteren Ausblick auf 2002 und dem Abgehen vom Kerngeschäft begründet der Bankhaus Metzler-Analyst Jürgen Pieper seine Verkaufsempfehlung für die Aktien von Pankl Racing Systems. Neben der rückläufigen Margenentwicklung wertet er vor allem die Expansion in das neue Geschäftsfeld Luftfahrt und die Entwicklung des Dieselkonverters negativ.

"Ich sehe schon die Gefahr, dass sich Pankl verzettelt", meinte Pieper im APA-Gespräch, die Geschäftsstrategie sei "zu wenig fokussiert". Es sei nicht schlüssig warum sich der Formel 1-Zulieferer Pankl im "völlig artfremden" Geschäft Dieselkonverter engagiert. Pieper sieht die Gefahr, dass andere große Automobilzulieferer wie Siemens oder Bosch auf den Zug aufspringen könnten, sobald der Dieselkonverter rentabel sei.

Es sei in der Vergangenheit schon öfter passiert, dass kleine Firmen neue Technologien entwickelt hätten, das große Geschäft aber in Folge von größeren Mitbewerbern gemacht worden sei. Zudem brächte die Expansion in neue, weniger rentablere Geschäftsfelder für Pankl auch eine Margenverschlechterung gegenüber dem margenstarken Kernbereich Formel 1-Bereich, wo Pankl stark positioniert sei.

Das Bankhaus Metzler hat - wie berichtet - seine Empfehlung für die am Neuen Markt und an der Nasdaq-Europa gelistete steirische Pankl Racing Systems von "hold" auf "sell" zurück genommen. Das Kursziel des Instituts liegt nun bei 34,00 Euro. Zum Vergleich: Am Mittwoch gegen 15:45 Uhr notierte die Aktie am Frankfurter Neuen Markt mit einem Minus von 1,05 Prozent bei 37,80 Euro. (APA)

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