Telefonica dementiert Gerüchte über Rückzug aus Österreich

27. Februar 2002, 14:21
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Über UMTS-Aufbau in Europa soll Mitte März auf Managerkonferenz in Spanien entschieden werden

In der österreichischen Telekom-Branche mehren sich seit Tagen die Gerüchte, dass sich die spanische Telefonica, die in Österreich mit dem Festnetzanbieter European Telecom und dem UMTS-Lizenzinhaber 3G Mobile tätig ist, aus Österreich zurückziehen will. Der spanische Telekom-Konzern dementiert allerdings.

Kein Verzicht auf UMTS oder GSM

Telefonica wolle in Österreich weder auf die UMTS-Lizenz noch auf die GSM-Tätigkeiten verzichten, betonte Telefonica Moviles-Sprecher Edward Holland heute, Mittwoch, auf APA-Anfrage. Man wolle in den österreichischen Markt eintreten, die Pläne seien unverändert, die Rückzugsgerüchte seien nicht wahr, sagte der Sprecher. Um in Österreich auch GSM-Dienste anbieten zu können, verhandle man derzeit mit den österreichischen Mobilfunkbetreibern über Roamingverträge.

Entscheidung fällt Mitte März auf Managerkonferenz

Die künftige Vorgehensweise von Telefonica beim UMTS-Aufbau in Europa - und damit auch in Österreich - würde Mitte März bei einem Treffen von Telefonica-Managern in Spanien entschieden, hieß es heute aus der Pressestelle von Telefonica Österreich. Von einem Rückzug sei aber nicht die Rede, die Gerüchte seien "nicht wahr". Kürzlich hatte 3G Mobile-Geschäftsführer Kurt Lüscher gegenüber der APA betont, für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) "in Österreich bisher noch keinen Euro" investiert zu haben.

Lüscher hat seit kurzem auch die Führung der UMTS-Aktivitäten von Telefonica in der Schweiz übernommen. Der bisherige Telefonica Schweiz-Chef Lars Reichelt, ehemals One-Marketingdirektor, hatte das Unternehmen verlassen.(APA)

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