Ruanda ist neuer Blitz-Rekordhalter vor Florida

27. Februar 2002, 15:09
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Neue Messungen liefern genauere Ergebnisse zum Vergleich

Daytona Beach - In Ruanda blitzt es häufiger als in Florida, das damit seinen bisherigen Titel als weltweiter Blitz-Rekordhalter verliert. Das fand die US-Raumfahrtbehörde NASA durch eine neue Satellitenmessung heraus. In Zahlen ausgedrückt heißt das: In Zentralflorida gibt es pro Quadratkilometer im Jahr 35,4 Blitze, in Ruanda wurden in der Region Kamambe 82,7 gezählt. Das Nachsehen hat der US-Staat wegen der unterschiedlichen Jahreszeiten, wie die NASA am Mittwoch erklärte.

Während sich in Florida die meisten Gewitterstürme im Sommer ereignen, wenn es am heißesten ist, gibt es in dem ostafrikanischen Land nahe dem Äquator keine saisonalen Blitz-Schwankungen. Es gewittert dort das ganze Jahr über sehr heftig. Einen Trost gibt es aber für Florida. In den USA bleibt der Staat im Süden des Landes unangefochtener Blitz-Spitzenreiter. Allerdings kommen Texas mit 33 Blitzen pro Quadratmeter im Jahr und Alabama mit 32 Blitzen schon nahe an den US-Meister heran.

Die neuen Daten brachten nach Angaben der NASA noch mehr Erstaunliches zu Tage. Demnach gibt es beispielsweise weltweit nur halb so viele Blitze wie früher vermutet. Die Forscher erklären das damit, dass sich Blitze über der Wasseroberfläche weniger häufig entlüden als angenommen. Bevor es die globalen Messungen per Satellit gab, mussten sich die Wissenschafter auf lokale Bodenmessgeräte verlassen. (APA)

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