Experte sieht drahtlose Datenkommunikation vor Revolution

27. Februar 2002, 16:24
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Bedienung des Lichtschalters über Kleidung vorstellbar - "Kein Bedarf mehr für Großrechner"

Die drahtlose Datenkommunikation steht vor einer technischen Revolution. Immer mehr intelligente Geräte, die miteinander vernetzt sind, werden unseren Alltag bestimmen. Technische Geräte und Dinge des täglichen Gebrauchs von der Kleidung bis zum Schlüssel würden künftig als so genannte "smart things" durch eingebaute unsichtbare Chips miteinander via Äther kommunizieren, glaubt der Wissenschafter Alois Ferscha, Universitätsprofessor am Institut für Praktische Informatik an der Universität Linz.

Wearables

Vorstellbare Szenarien wären, über die Kleidung einen Lichtschalter, ein Handy oder einen MP3-Player zu bedienen oder biometrische Daten über ein Handy abrufen zu können. "Der Mensch ist heute im Schnitt von rund zehn Prozessoren umgeben. Künftig werden es tausende sein", erläuterte Ferscha gestern, Dienstag, Abend bei einer One-Veranstaltung in Wien..

Spezialaufgaben

Für Großrechner - "Molochs im Wohnzimmer" - werde künftig kein Bedarf mehr bestehen, die zur Kommunikation notwendigen Technologien würden künftig in verschiedene Endgeräte wie Organizer, PDAs, Handys, digitale Fotokameras, MP3-Player, DVD-Geräte, Spiele, Geräte mit Handschrifterkennung oder e-Books "ausgelagert", sagte Ferscha.

Vergleiche

Der Trend zur Integration der drahtlosen Kommunikation im täglichen Leben sei vergleichbar mit der Ausstattung von Uhren. Früher habe es nur eine Turmuhr zur Zeitanzeige für alle Einwohner eines Ortes gegeben, dann hätten die Uhr im Zimmer und die Armbanduhr diese Funktion übernommen. Heute seien Uhren in einer Vielzahl von Geräten eingebaut, die - etwa bei der Mikrowelle oder bei der Digitalkamera - auch Zusatzfunktionen übernehmen, so Ferscha. (APA)

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