SPÖ goes Berlin

27. Februar 2002, 13:07
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Neue Sektion in Deutschland gegründet - Mitglieder "Leute in Spitzenpositionen" - "Kein Groschen" von Mutterpartei

Berlin - In Berlin wurde am Dienstagabend eine Außensektion der SPÖ gegründet. Zur Vorstandsvorsitzenden wurde bei der Generalversammlung Ortrun Gauper gewählt. Berlin ist nach Brüssel, Paris und Prag die vierte Sektion der österreichischen Sozialdemokraten im Ausland. Auch die ÖVP habe nach sozialdemokratischem Vorbild in Brüssel bereits eine Außengruppe geschaffen, sagte Gauper. Ihre Gruppe zählt rund zwei Dutzend Personen, darunter seien auch einige Deutsche.

Networking, Imagepflege und die Aufrechterhaltung des Bezugs zur Heimat nennt die Berliner SPÖ-Vorsitzende als Aufgaben der jungen Gruppierung "Es macht ein gutes Bild, weil die Mitglieder meist Leute in Spitzenpositionen sind." Eine Mitgliedschaft bei der österreichischen Mutterpartei sei nicht erforderlich, heißt es in der SPÖ Berlin. "Wir müssen unsere Beiträge an die SPÖ abliefern, bekommen aber keinen Groschen Geld", betont Gauper. Die neue Sektion werde nicht permanent in die österreichische Innenpolitik eingebunden sein, dürfe aber am Grundsatzpapier mitarbeiten und auch einen Delegierten zum Bundesparteitag entsenden.

Der SPD-Medienexperte Detlev Prinz wird die Sektion, die eine Brückenfunktion zwischen Berlin und Wien einnehmen soll, beraten. Die neue SPÖ-Sektionsvorsitzende Gauper stammt aus der Steiermark und war fünf Jahre lang in Brüssel für den ÖGB im Bereich Wirtschafts- und Finanzpolitik tätig. Dieses Aufgabengebiet betreut sie seit einem Jahr als Referatsleiterin im Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Berlin. Das SPÖ- und SPD-Mitglied kündigt monatliche Treffen und regelmäßige Veranstaltungen ihrer Sektion an. (APA)

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    montage: derstandard.at
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