Vergiftete Rucksäcke für deutsche Bundeswehrsoldaten

27. Februar 2002, 11:40
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Möglicherweise "Krebs erregende und Erbgut verändernde Stoffe"

Hamburg/Wien - Rund 100.000 Rucksäcke für deutsche Bundeswehrsoldaten sind möglicherweise mit gesundheitsgefährdenden Substanzen verseucht. Das berichtet die Hamburger Illustrierte "Stern" in ihrer neuen Ausgabe. Die dunkelgrüne Ware, die ein Unternehmen aus dem ostwestfälischen Brakel an das deutsche Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) in Koblenz lieferte, wurde im Wehrwissenschaftlichen Institut in Erding untersucht. Dabei fanden die Chemiker, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, einen Stoff, "der nach den technischen Lieferbedingungen, die dem Fall zu Grunde lagen, nicht zugelassen ist".

Das Segeltuch der Rucksäcke, das aus Tansania stammt und in Polen verarbeitet wurde, soll "Krebs erregende und Erbgut verändernde Stoffe" enthalten. Die bereits zugestellten Exemplare wurden bisher nicht an die Truppe ausgegeben, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums dem "stern". (APA)

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