Belgische Regierung kann sich nicht auf Atomausstiegsgesetz einigen

27. Februar 2002, 06:36
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Vorhaben an eine Expertengruppe delegiert

Brüssel - Die linksliberale belgische Regierung hat sich am Dienstagabend nicht auf einen Gesetzentwurf zum Ausstieg aus der Atomenergie verständigen können. Regierungschef Guy Verhofstadt und seine Stellvertreter hätten das Vorhaben an eine Expertengruppe delegiert, verlautete in der Nacht zum Mittwoch aus der Regierung in Brüssel. Ein neuer Entwurf solle am Freitag im Kabinett beraten werden.

Die Mitglieder der Liberalen Partei hätten der Atomindustrie signalisieren wollen, dass es keinen Ausstieg aus der Atomenergie geben werde. Dies sei nicht akzeptabel, sagte ein Vertreter der Grünen. In der Koalitionsvereinbarung zwischen Liberalen, Sozialisten und Grünen vom Juli 1999 ist die Abschaltung der sieben belgischen Kernkraftwerke bis 2025 vorgesehen. (APA)

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