Immer mehr Drogenhandel in Europa

26. Februar 2002, 20:12
posten

Immer häufiger wird über das Internet gedealt

Wien - "Europa ist weiterhin der Hauptlieferant für synthetische Drogen" und vor allem in Osteuropa nimmt der Drogenhandel zu, heißt es in dem neuen Jahresbericht des Internationalen Suchtstoffkontrollrates der UNO (International Narcotics Control Board), INCB. Zunehmend gelange afghanisches Heroin und südamerikanisches Kokain nach Europa und würde dort gegen Ecstasy getauscht werden, berichtet der INCB.

Immer öfter bedienen sich Dealer auch der modernen, virtuellen Methoden: Drogen werden heute über das Internet verkauft, Dealer und Online-Apotheken bieten über private Chatrooms rezeptpflichtige Medikamente an. Die Informationen über illegale Transporte werden im Internet in verschlüsselte Botschaften versteckt, Drogengelder durch Überweisungen auf elektronischem Weg gewaschen - daher bleiben die Täter meist unbekannt: "Zur Aufdeckung und Verfolgung solcher Verbrechen bedarf es einer verbesserten internationalen Zusammenarbeit" fordert der INCB. Eine Legalisierung von so genannten leichten Drogen, wie sie in einigen europäischen Staaten bereits verwirklicht ist, lehnt Hamid Ghodseab, der Präsident des INCB ab: "Cannabis wie Alkohol und Tabak zu behandeln, wäre ein historischer Fehler." so der INCB-Präsident. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.2.2002)

Share if you care.