Erstmals eigene Zeitschrift für Kabuls Frauen

27. Februar 2002, 12:46
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Das Frauenmagazin "Malalai" wurde kostenlos in Kabul verteilt - Probleme der Frauen sollen öffentlich gemacht werden

Kabul - Erstmals seit dem Sturz der Taliban können afghanische Frauen wieder eine eigene Zeitschrift lesen. Die erste Ausgabe des Frauenmagazins "Malalai" wurde am Dienstag kostenlos in der Haupstadt Kabul verteilt.

Ziel der Blattes sei es, "die Einschränkungen zu beenden, unter denen Frauen litten, und sie mit der Welt vertraut zu machen", schrieb Chefredakteurin Dschamila Mudschahed in einem Leitartikel. Die erste Ausgabe hat 16 Seiten und erschien in den Sprachen Dari, Paschtu und Englisch.

Graben zwischen den Frauen schließen

Mudschahed schrieb weiter, die vergangenen fünf Jahre der "Finsternis, der Furcht, der Tyrannei und der Leugnung unserer intellektuellen und materiellen Rechte" hätten einen "breiten Graben zwischen den Frauen entstehen lassen, denn wir konnten nicht über unsere Leiden und unsere Probleme reden".

Finanziert wird die Zeitschrift mit Hilfe der französischen Nichtregierungsorganisation Aina, die eine unabhängige Presse in Afghanistan fördern will. Unter den Taliban war Frauen bezahlte Arbeit und ein Studium untersagt. (APA/AFP)

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