Nyarota erhält UNESCO-Preis für Pressefreiheit

26. Februar 2002, 16:16
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Preisvergabe am 3. Mai 2002

Der simbabwesische Journalist Geoffrey Nyarota, Chefredakteur der Tageszeitung "Daily News", ist mit dem UNESCO-Preis für die Pressefreiheit ausgezeichnet worden. Es handelt sich dabei um das einzige unabhängige Presseorgan in dem südostafrikanischen Land, betonte die in Paris angesiedelte UNO-Spezialorganisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Der nach Guillermo Cano benannte Preis ist mit 25.000 US-Dollar (28.657 Euro/394.323 S) dotiert. Die Preisübergabe erfolgt laut UNESCO am kommenden 3. Mai anlässlich des Tages der Pressefreiheit in Manila (Philippinen).

"Zumal im März in Simbabwe Wahlen stattfinden, ist die Existenz einer aktiven und unabhängigen Presse sehr wichtig, damit die Wähler wissen, was in ihrem Land vorgeht", erklärte Jury-Präsident Oliver Clarke laut einer UNESCO-Aussendung. Der 50-jährige Nyarota, gegen dessen Zeitung bereits zwei Bombenanschläge verübt wurden, hat laut Jury "unablässig über die Korruption und die kriminellen Tätigkeiten gewisser hoher Funktionäre berichtet". Der Journalist wurde weiters zum Gegenstand von Todesdrohungen und zahlreichen Prozessen, hieß es.

Der 1997 geschaffene UNESCO-Preis für die Pressefreiheit wurde bisher dem Burmesen U Win Tin, dem Syrer Nizar Nayyouf und dem Mexikaner Jesus Blancornelas vergeben. Win Tin, der sich seit 1989 in Haft befindet, konnte den Preis nicht entgegennehmen. (APA)

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