Die schwersten Zugsunglücke in Österreich

26. Februar 2002, 17:33
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26.09.1951: Zusammenstoß zwischen einem Express- und einem Güterzug im Bahnhof Langenwang (Steiermark): 22 Tote
07.03.1968: In Marchtrenk (Oberösterreich) entgleist wegen eines technischen Gebrechens der "Wiener Walzer". Vier Menschen kommen ums Leben, acht werden verletzt.
15.04.1970: Ein Fahrgast und ein ÖBB-Bediensteter werden getötet und drei Personen verletzt, als im Wiener Westbahnhof der Expresszug Wien-Basel entgleist.
03.05.1971: Wegen einer falsch gestellten Weiche fährt der D-Zug Rom-Wien in Fürnitz bei Villach (Kärnten) auf einen Güterzug auf: acht Tote, 27 Verletzte.
29.10.1972: Zwei Eisenbahner sterben, als in Bleiburg (Kärnten) eine Verschublok gegen einen Güterzug prallt.
22.10.1975: Beim Zusammenstoß zwischen einem Schülerbus und einem Zug kommen zwischen Göllersdorf und Sierndorf (NÖ) sieben Menschen ums Leben, weitere 37 werden verletzt.
08.08.1977: Vier Menschen werden tödlich verletzt, als ein Schnellzug in eine Arbeiterkolonne fährt.
19.10.1979: Wegen eines Bremsversagens entgleist in Rodaun ein Güterzug: Drei ÖBB-Bedienstete überleben das Unglück nicht, einer wird schwer verletzt.
17.08.1981: Menschliches Versagen ist die Ursache dafür, dass ein Pendlerzug im Wiener Südbahnhof auf einen Prellbock fährt. Drei Menschen sterben, 140 werden verletzt.
27.08.1981: Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Züge in Wels wird ein Fahrgast getötet, 165 erleiden Verletzungen.
08.06.1982: Nach dem Irrtum zweier Streckenposten fährt bei Leobersdorf ein Eilzug von Graz nach Wien gegen den Schlusswagen des "Romulus"-Expreß: vier Tote, 45 Verletzte.
19.05.1987: In Amstetten fährt ein Personenzug mit hoher Geschwindigkeit auf einen ÖBB-Kranwagen auf. Dabei kommen drei Menschen ums Leben, zehn werden verletzt.
18.09.1987: In Lambach (Oberösterreich) prallen ein Schnell- und ein Eilzug aufeinander. Die Bilanz: Vier Tote, 77 Verletzte.
29.08.1988: Im Bereich des Bahnhofs Wolfurt (Vorarlberg) stoßen der Expresszug "Pfänder" und ein Eilzug zusammen. Fünf Menschen kommen ums Leben, 46 weitere werden zum Teil schwer verletzt.
30.08.1989: Der Expresszug "Montfort" und der Eurocity "Bavaria" prallen südlich der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz zusammen. Ein Fahrgast wird getötet, 16 Personen werden teilweise schwer, mehrere weitere leicht verletzt.
11.09.1989: Zwei Tote und 13 zum Teil Schwerverletzte: Das ist die Bilanz einer Kollision zwischen einem "Schienenbus" und einem Regionalzug auf einer eingleisigen Bahnstrecke im niederösterreichischen Bezirk Neunkirchen.
23.06.1990: Bei Kindberg (Steiermark) prallen ein Güter- und ein Regionalzug zusammen: Ein Toter, zehn Verletzte.
09.11.1991: Nahe der Haltestelle Süßenbrunn an der Wiener Stadtgrenze sind drei Schnellbahngarnituren in einen Unfall verwickelt. Vier Menschen sterben, 30 erleiden teilweise schwere Verletzungen.
03.06.1992: Zwei Tote und 28 Verletzte sind die Bilanz eines Zusammenstoßes zwischen einem Personen- und einem Güterzug auf der Strecke von Neunkirchen nach Puchberg am Schneeberg, auf der es am
18.08.1992: erneut zu einer Kollision kommt: Fünf Todesopfer und zahlreiche Schwerverletzte bei Grünbach.
13.02.1993: Drei Tote und rund 20 Verletzte bei der Frontalkollision eines Güter- und eines Eilzuges im Bahnhofbereich von Melk.
18.02.1993: Als in Wien-Penzing ein Regionalzug und eine Schnellbahngarnitur frontal zusammenstoßen, kommen drei Menschen ums Leben, rund 30 werden verletzt.
11.08.1995: Drei Tote und 17 Schwerverletzte sind die Bilanz eines Unglücks auf der Arlbergbahn bei Braz, als ein Schnellzug auf einer Mure entgleist, die gleichzeitig eine Brücke wegreißt. Ein Teil der Garnitur stürzt in eine Schlucht.
15.09.1995: Drei Menschenleben und 20 Verletzte fordert ein Zusammenstoß zwischen einem Schnell- und einem Güterzug auf der Raab-Ödenburgerbahn zwischen den Bahnhöfen Müllendorf und Neufeld a.d. Leitha (Burgenland).
13.06.1996: Bei Gleisarbeiten in der Stadt Salzburg werden zwei ÖBB-Bedienstete von einem Regionalzug erfasst und getötet.
28.08.1996: 50 Personen werden beim Zusammenstoß eines Eilzuges mit einer Verschubgarnitur im Bereich des Hauptbahnhofes in Linz verletzt.
24.06.1997: Eine frontale Kollision zweier Regionalzüge kurz vor dem Bahnhof Arbing bei Perg in Oberösterreich fordert 94 Verletzte.
29.08.1997: Bei einer Kollision zweier Regionalzüge der ÖBB auf einer eingleisigen Strecke bei Rohrbach (Burgenland) gibt es eine Tote, zehn Personen werden schwer und 32 leicht verletzt.
31.07.1998: Ein ÖBB-Zugbegleiter und zweifacher Vater findet im Bahnhof von Neuhofen an der Krems (Bezirk Linz-Land) in OÖ den Tod, als ein leerer Personen- und ein Güterzug der "Rollenden Landstraße" aufeinander prallen.
03.12.1998: Ein Güterzug rammt in den frühen Morgenstunden im Bahnhof St. Pölten einen zur Beladung abgestellten Postzug: acht Leichtverletzte.
03.09.1999: Zwei Schwer- und vier Leichtverletzte sind die Bilanz eines Zugunglücks auf der "Manker Bahn" im Bezirk St. Pölten. Ein mit fünf Personen besetzter Triebwagen der Schmalspurstrecke war bei Obergrafendorf entgleist.
08.06.1999: Im nur 89 Meter langen Schönbergtunnel gerät ein Zug der "Rollenden Landstraße" in Brand. Bei dem spektakulären Zwischenfall mit einem äußerst schwierigen Löscheinsatz wird glücklicherweise niemand verletzt.
Im Bahnhof Mühldorf-Müllbrücke (Bezirk Spittal/Drau) in Kärnten kollidieren zwei Güterzüge. Ein Lokführer stirbt, der zweite kommt mit leichten Verletzungen davon.
27.11.1999: Nach der Entgleisung eines mit 28,5 Tonnen der hochgiftigen Chemikalie Trifluormethylanilin beladenen Tankwaggons im Bahnhof Bludenz wird Giftalarm gegeben. Der Tank ist aber glücklicherweise nicht beschädigt, die Substanz wird abgepumpt.
18.03.2000: Nur um Zentimeter und Sekundenbruchteile entgehen die Passagiere es Eurocity 660 "Bregenzer Festspiele" einer Katastrophe: Am Linzer Verschiebebahnhof entgleist ein mit Autos beladener Güterwaggon und stürzt über die Böschung auf die Westbahnstrecke. Der Lokführer des herannahenden EC leitet eine Schnellbremsung ein, die Lok schiebt ein auf den Schienen liegendes Auto und den Waggon zur Seite, niemand wird verletzt.
07.07.2000: Im Bahnhof Mallnitz (Kärnten) auf der Tauernstrecke kollidieren in den Morgenstunden ein Autoreisezug der Tauernschleuse und ein Güterzug. Der Lokführer der "Rollenden Landstraße" und drei Lkw-Lenker werden leicht verletzt.
21.08.2000: Bei einem Zusammenstoß von zwei Personenzügen in Traun bei Linz werden 48 Menschen verletzt.
14.07.2001: Beim Zusammenstoß zweier Regionalzüge im Bereich des Bahnhofs Purkersdorf (Niederösterreich) werden ca. fünf Menschen schwer und etwa 15 Menschen leicht verletzt. Der Frontalzusammenstoß könnte nach ersten Meldungen auf das Überfahren eines roten Haltesignals durch einen der Lokführer zurückzuführen sein.
09.11.2001: Insgesamt sechs zum Teil Schwerverletzte fordert der Zusammenstoß zweier Züge auf der Außerfernbahn in Tirol. Für die Kollision eines deutschen Personen- mit einem Tiroler dürfte menschliches Versagen verantwortlich sein.
16.11.2001: Zu einem Zusammenstoß zweier Güterzüge kommt es am Villacher Westbahnhof: Dabei wird ein Lokführer schwer verletzt. Laut Polizei dürfte der Fahrdienstleiter auf einen der Güterzug vergessen haben.
17.11.2001: Ein Unfall auf dem zentralen Verschubbahnhof Kledering bei Wien fordert drei Leichtverletzte. Nach Auskunft der ÖBB hatte ein Lokführer einer Überstellfahrt ein Haltesignal überfahren, der Triebwagen touchierte trotz Notbremsung die Spitze eines entgegenkommenden Regionalzuges. (APA)

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