Wien hat dichtestes Kinderbetreuungsnetz

26. Februar 2002, 15:00
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SP-Frauensprecherin Ludwig kontert

Wien - Mit "großer Verwunderung" reagierte die Frauensprecherin der SPÖ Wien, LAbg. Martina Ludwig am Dienstag auf die Behauptung der Wiener ÖVP-Gemeinderätin Ingrid Lakatha, wonach die "Kinderbetreuungseinrichtungen in Wien unter dem Sparstift der alleinregierenden SP-Mehrheit" leiden würden.

Wien hat die meisten Kindergärten und Horte

"Ich darf Frau Lakatha daran erinnern, dass Wien österreichweit über das dichteste Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen verfügt - vom Krippenplatz über den Kindergarten bis hin zur Nachmittagsbetreuung für Schulkinder. Ich bitte Frau Lakatha daher, bei der Wahrheit zu bleiben", so Ludwig gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. "Tatsache ist, dass sich drei Viertel aller Krippenplätze Österreichs in Wien befinden und dass es in Wien eine flächendeckende Ganztagsversorgung für Drei- bis Sechsjährige gibt", informierte die Wiener SPÖ-Frauensprecherin.

Soziale Staffelung bei den Tarifen

Wien verfüge außerdem über sozial gestaffelte Kindergartentarife: Lediglich ein Drittel der Eltern müsse den "vollen" Kindergartentarif zahlen, für rund ein Drittel gelte aufgrund dieser einkommensabhängigen Staffelung der Nulltarif, hob Ludwig die soziale Komponente bei der Tarifgestaltung hervor.

Ab Herbst gebe es überdies fünf Schwerpunktkindergärten mit längeren Öffnungszeiten, und zusätzlich werden künftighin auch Teilzeit-Betreuungsmodelle angeboten, berichtete die SPÖ Wien-Frauensprecherin. Laufend würden rund 7 Millionen Euro für die Standardverbesserungen der Kindergärten ausgegeben und das Kinderbetreuungsnetz weiter ausgebaut.

Es gäbe keine Einsparungen

"Hier von einem Sparstift zu sprechen, ist vollkommen unzutreffend", betonte Ludwig. Die vorbildliche Situation bei der Kinderbetreuung sei der Grund dafür, dass die Frauenerwerbsquote in Wien österreichweit mit Abstand die Höchste sei, führte Ludwig weiter aus und unterstrich in diesem Zusammenhang die Forderung von SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl an Minister Haupt nach mehr Sachleistungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Famile.

"Frauen wollen beides: Beruf und Familie. Aufgabe der Politik muss es sein, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, um beides vereinbaren zu können. Dazu gehört ein flächendeckendes Netz an bedarfsgerechten Kinderbetreuungseinrichtungen - und das wird in Wien gewährleistet", so Ludwig abschließend. (red)

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