Meningitis: Schüssel sieht keine Gefahr einer Epidemie

26. Februar 2002, 14:13
posten

Einige Fälle treten "leider" jedes Jahr auf

Die jüngsten Meningitis-Fälle in Österreich waren am Dienstag auch Thema im Ministerrat. Die Gefahr einer Epidemie bestehe nicht, versuchte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) beim anschließenden Pressefoyer zu beruhigen. Zwischen November und April gebe es leider immer einige Fälle der Krankheit. Gesundheitsstaatssekretär Reinhard Waneck (F) habe alle nötigen Vorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen getroffen, sagte Schüssel.

Drei Fälle in Österreich

Insgesamt gab es in Österreich drei Meningitis-Fälle, zwei endeten für die Betroffenen tödlich. Ein 16-jähriger Schüler der französischen Privatschule Lycee Francais verstarb am Samstag an einer besonders aggressiven Variante der Krankheit. In der Steiermark verstarb in der Vorwoche ein zwölf Jahre altes Mädchen an der Krankheit (derStandard.at/Panorama berichtete).

Waneck habe alle nötigen Maßnahmen eingeleitet, so Schüssel. Die betroffenen Schulen seien desinfiziert worden, den Eltern von Schülern der betroffenen Klassen sowie den Schülern seien die nötigen Impfungen angeboten worden. Alle Betroffenen seien außerdem umfassend informiert worden, sagte der Kanzler. (APA)

Share if you care.