Gefundenes Wrack könnte sich als Gold-Schiff entpuppen

27. Februar 2002, 15:08
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Die "HMS Sussex" verschwand 1694 in der Straße von Gibraltar

London - Bei einem im Mittelmeer gefundenen Schiffswrack könnte es sich nach Einschätzung der britischen Marine um ein vor 300 Jahren gesunkenes, mit vielen Goldbarren beladenes britische Schiff handeln. Es sei vermutlich die "HMS Sussex", sagte ein Sprecher der Marine am Montag in London. Die im US-Bundesstaat Florida ansässige Odyssey Marine Exploration habe die Wrackteile entdeckt, sagte der Sprecher. Gemeinsam werde über die Identifizierung beraten und darüber, was mit der Ladung geschehe. Nach dem Seerecht bleibt das Schiff Eigentum der Regierung.

Die "Sussex" verschwand 1694 in der Straße von Gibraltar. Das Schiff hatte Goldbarren geladen, die inzwischen Milliarden von Pfund wert wären. Mit dem Gold sollte die "Sussex" in geheimer Mission die Treue des Grafen von Savoy im Krieg Großbritanniens gegen Frankreich sichern. Das damals brandneue Kriegsschiff unter dem Kommando von Sir Francis Wheeler hatte eine Besatzung von rund 500 Matrosen. Es ging in einem Sturm unter, den nur zwei Besatzungsmitglieder überlebten.

Die Firma Odyssey ist auf die Suche von untergegangenen Schiffen spezialisiert, die Goldbarren geladen hatten. 1998 begann das Unternehmen mit der Suche nach der "Sussex" und hat nach eigenen Angaben bisher rund drei Millionen Dollar (nach heutigem Kurs 3,43 Mill. Euro) für die Suche ausgegeben. Mit Hilfe von Spezialkameras entdeckten die Forscher auf dem Meeresboden Trümmer, die von der "Sussex" stammen könnten.(APA/Reuters)

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