ÖBG: Ambulanzgebühr für Patienten aus Pflegeheimen ein "Skandal"

26. Februar 2002, 12:58
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Sprecherin Oberhauser fordert Abschaffung des "Pfusch-Gesetzes"

Wien - Als "Skandal" bezeichnete die Sprecherin der ARGE-Ärztinnen im ÖGB, Sabine Oberhauser, die Ambulanzgebühr für Patienten aus Pflegeheimen und Geriatriezentren. Hier würden die Schwächsten der Gesellschaft, also jene Menschen, die ohnehin durch ein langristiges Leiden in ärztlicher Betreuung seien, neuerlich kräftig zur Kasse gebeten.

Der viel zitierte "Lenkungseffekt" der Ambulanzgebühr werde in diesen Fällen vollkommen ad absurdum geführt, sagte Oberhauser am Dienstag in einer Aussendung: "Wohin sollen sich denn die Krebs-PatientInnen aus Pflegeheimen für eine Behandlung wenden, wenn nicht an ein Krankenhaus", fragt sich Oberhauser. Nach der Betreuung kommen diese Patienten wieder zurück ins Heim und somit falle die Ambulanzgebühr für jeden Spitalsbesuch an.

Es zeige sich gerade hier einmal mehr, dass die Ambulanzgebühr "eine reine Krankensteuer" sei und den Weg für eine "Zwei-Klassen-Medizin" ebne. Die ARGE-Ärztinnen fordern daher die sofortige Abschaffung des unsozialen "Pfusch-Gesetzes", so Oberhauser. (APA)

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