Kenia: Stellvertretender Polizeichef erschossen

26. Februar 2002, 09:40
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Die "Nairobbery" löst in der Bevölkerung tiefe Besorgnis aus

Nairobi - In der kenianischen Hauptstadt Nairobi ist der stellvertretende Polizeichef, Njitu Kianda, am Montag von einer bewaffneten Bande aus seinem Haus gezerrt und ermordet worden, erklärte Polizeichef Peter Kimanthi am Dienstag. Erst zwei Wochen zuvor war ein weiterer führender Polizist umgebracht worden.

"Wir haben einige Verdächtige festgenommen, aber noch niemanden angeklagt", sagte Kimanthi. In der Bevölkerung der Metropole mit rund drei Millionen Einwohnern, die auf Grund ihrer hohen Kriminalitätsrate bereits den Spitznamen "Nairobbery" trägt, stieg die Besorgnis über die wachsende Unsicherheit damit weiter.

Erst vor Kurzem hatte eine kenianische Tageszeitung eine Studie veröffentlicht, nach der 90 Prozent aller Erschießungsopfer im vergangenen Jahr auf das Konto der Polizei zurückgingen. Unter den Opfern der Sicherheitskräfte seien in den vergangenen fünf Jahren mehr Unschuldige als Kriminelle gewesen.(APA/dpa)

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