Regensburger Prozess gegen Tierarzt Fechter im Schweinemast-Skandal

26. Februar 2002, 09:03
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800 Fälle in Deutschland und Österreich aufgelistet

Regensburg - In Regensburg hat am Dienstag der Prozess gegen den Straubinger Tierarzt Roland Fechter begonnen. Der 37-Jährige ist Hauptverdächtiger im so genannten bayerischen Schweinemast-Skandal. Er soll Landwirte in Deutschland und Österreich illegal mit Medikamenten für die Schweinezucht versorgt und aus Rohsubstanzen selbst Arzneimittel hergestellt haben.

In einjährigen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft 800 Fälle zu Tage gefördert, mit denen Fechter mindestens 1,23 Millionen Euro (16,9 Mill. S) erwirtschaftet haben soll. Gegen Hinterlegung einer Kaution war er erst vor einem Monat aus einjähriger Untersuchungshaft freigekommen.

Vorerst sind 19 Verhandlungstage festgesetzt. Wegen der großen Anzahl an Zeugen wird allerdings ein bis zu einjähriger Prozess nicht ausgeschlossen. Fechter, der die Anschuldigungen als haltlos zurückgewiesen hat, drohen im Fall einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. (APA)

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