Head sucht die optimale Spur

26. Februar 2002, 19:14
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Kosten und neue Produkte sind Thema des laufenden Jahres

Wien - Skierzeuger wie Adidas/Salomon und Amer (Atomic) sprechen von einem Rekordwinter, während sie ihren Aktien beim Steigen zusehen.

Anders beim heimischen Erzeuger Head: ein halbiertes Betriebsergebnis und ein Aktienkurs, der mit 3,75 Euro zwei Drittel unter dem Ausgabepreis liegt. Gelitten hat der Konzern im Vorjahr unter einer schwächeren Wintersparte, unter einmaligen Aufwendungen für die Neuordnung des Skischuhbereichs, unter einmaligen Kosten für den Vertriebsaufbau in Großbritannien, für das Marketing im neuen Snowboardbereich und unter einem kräftigen Einbruch der Tauchsparte Mares, der der 11. September arg zugesetzt hat.

Zuversicht

Unternehmenschef und Hauptaktionär Johan Eliasch zählt zwar nicht zu den Konjunkturbullen - deswegen will er sich keine Prognose entlocken lassen -, er bemüht sich aber um Zuversicht: Head werde "im laufenden Jahr alles tun, um die Profitabilität zu verbessern". Auf eine Dividende brauchen die Aktionäre (nach 0,28 Euro im Jahr davor) heuer wohl nicht warten, dafür stellt Head weitere Kostenoptimierung und Produktinnovationen in Aussicht.

Nach Konzerndivisionen betrachtet, konnte Head im größten Bereich, dem Racketsport, den Umsatz auf 180,11 (174,01) Mio. Dollar steigern. Bei Wintersport wurde ein Minus von 6,3 Prozent auf 135,42 (144,54) Mio. Dollar verzeichnet. Bei Tauchsportartikeln habe sich ein Minus von 5,2 Prozent auf 68,48 (72,23) Mio. Dollar ergeben.

Börse: "Nicht im Fokus"

Händler an der Wiener Börse kommentieren das Papier als "nicht im Fokus". Zudem dürften zwei Drittel des 45-prozentigen Streubesitzes in fixen Fonds-Händen sein, was die Handelbarkeit stark einschränkt. Die CA IB rät zu "Halten", die RCB stellt Head auf "neutral". (kbau, DER STANDARD, Printausgabe 27.2.2002)

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