Der Schilling wird verabschiedet

25. Februar 2002, 21:11
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Ausstellung im Kunsthistorischen Museum

Wien - Noch nie wurde so intensiv über den guten, alten Schilling informiert wie jetzt zu seinem Abschied. Nur noch bis einschließlich 28. Februar ist er offizielles Zahlungsmittel in Österreich. Dann gilt nur noch der Euro.

"Vom Schilling zum Euro", ist die größte Ausstellung zur Historie des Geldes im Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums (KHM), die nun zu sehen ist. Eine zweite Ausstellung zum Thema gibt es im Historischen Museum der Stadt am Karlsplatz.

In der KHM-Schau werden Hintergründe zur Entstehung des Schilling 1925 bis zur Ablöse durch die europäische Einheitswährung dargestellt.

Neben vielen Münzexponaten ist der Schilling in der Werbung, Literatur und Karikatur Thema der Ausstellung. Die Währung eines Landes spiegle dessen gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen wieder, heißt es im Katalog.

Wolfgang Duchaczek, Projektleiter bei der Österreichischen Nationalbank beruhigt die Österreicher und Österreicherinnen ein letztes Mal: Bei der Einführung des Euro handle es sich um eine Währungsumstellung, nicht um eine Währungsreform. Letztere wäre mit einer Geldabwertung verbunden - "was jetzt sicher nicht der Fall ist". Der Euro sei genau so viel wert wie der nun verabschiedete Schilling. Der wurde bloß schnellstens aus den Geldbörsen verbannt. (aw, Der Standard, Printausgabe, 26.02.02)

Ausstellung am Burgring 5, ab 27. Februar
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