Nescafe und "Mövenpick"-Eis dürfen zusammengehen

25. Februar 2002, 20:17
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Kein Einwand der EU-Kommission gegen Übernahme von Schöller durch Nestle

Brüssel - Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestle darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission die deutsche Schöller-Eiskremgruppe ("Mövenpick") vollständig übernehmen. Zwar werde die Position von Nestle bei Speiseeis gestärkt, doch es gebe starke Konkurrenz vom Branchenprimus Unilever ("Langnese"). Das teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel nach einer einmonatigen Wettbewerbsprüfung mit.

Nestle, der Hersteller von Nescafe und anderen bekannten Lebensmittelmarken, will mit der Nürnberger Schöller-Holding seine Stellung bei Speiseeis ausbauen. Die Nestle S.A. (Vevey/Schweiz) führt unter anderem die Marken Motta und Nestle.

Mit dem Zusammenschluss kann Schöller in Deutschland seine führende Position als Lieferant für Restaurants und Lokale leicht ausbauen. Eine marktbeherrschende Stellung entstehe jedoch nicht, berichtete die Kommission.

Schöller: Nummer drei in Europa

Schöller ist nach früheren Angaben mit einem Anteil von acht Prozent die Nummer drei auf dem europäischen Speiseeismarkt. Die Gruppe war bisher zu 65 Prozent im Besitz des Südzucker-Konzerns (Mannheim/Ochsenfurt), 35 Prozent der Anteile wurden von der Familie Schöller gehalten. Bei der Übernahme der Gruppe sind die Sparten Speiseeis, Tiefkühlnahrung und tiefgekühlte Backwaren eingeschlossen.

Die Schöller-Gruppe hatte 2000 einen Umsatz von rund zwei Milliarden Franken (1,352 Mrd. Euro/18,6 Mrd. S) erzielt. Sie ist hauptsächlich in Deutschland tätig und in rund 17 weiteren Ländern West- und Mitteleuropas vertreten. Neuere Zahlen lagen nicht vor. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1937 zurück. (APA)

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