Nach Verlusten will Leica digital durchstarten

25. Februar 2002, 19:28
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Traditionskamerahersteller schon seit drei Jahren in kostspieliger Umbauphase

Nach einem tiefen Rutsch in die Verlustzone ruhen die Hoffnungen des deutschen Traditionskameraherstellers Leica auf einer neuen Digitalkamera. Damit will Leica die Lücke in der Angebotspalette schließen und den Sprung aus der Verlustzone schaffen.

Rot

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist Leica aber noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust vor Steuern hat sich von 1,1 Mio. auf 2,3 Mio. Euro (31,6 Mio. S) mehr als verdoppelt. Damit hat Leica alle Hoffnungen aufgegeben, für das Geschäftsjahr 2001/2002 (31. März) noch einen Gewinn ausweisen zu können. "Wir haben keine Produktneuheiten gehabt, das war unser Fehler", sagte Leica-Vorstandschef Peter Cohn.

Der Konzern befindet sich seit drei Jahren im Umbau, der Leica wieder profitabel machen soll. Insgesamt sechs neue Produkte sollen das Unternehmen 2002 wieder an die Gewinnschwelle bringen. Durch die Neuheiten hofft Leica auf ein jährliches Erlösvolumen von mehr als 40 Mio. Euro. Die Digitalkamera, die im April oder Mai auf den Markt kommen soll, hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Panasonic entwickelt. (dpa)

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