Neue Diagnosemethode für Ebola

25. Februar 2002, 18:12
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Test unter Epidemiebedingungen verlief erfolgreich

Brüssel - Im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts ist es europäischen und afrikanischen Forscherteams gelungen, eine neue Diagnosemethode für durch das Ebolavirus verursachte Infektionen zu entwickeln und erfolgreich unter Epidemiebedingungen auszutesten. Die Diagnosemethode beruht auf dem Nachweis des viralen Genoms im Blut des Kranken.

Der Test ist laut einer Aussendung der EU ebenso empfindlich wie die Standardmethode, erlaubt aber einen wesentlich schnelleren Nachweis der Infektion bei den Patienten. Nachdem die Testbewertung abgeschlossen ist, soll der Test in Serie produziert werden. Der Schnelltest ermöglicht die Bekämpfung der Epidemie zum Zeitpunkt des Ausbruchs und die Bereitstellung einer geeigneten Therapie für die Patienten, sobald diese zur Verfügung stehen wird.

Die internationale Zusammenarbeit wurde 1998 in die Wege geleitet und umfasst das Centre de Recherche Mérieux-Pasteur in Lyon (CRMPL, Association Fondation Mérieux et Institut Pasteur), die Laboratorien des Centre International de Recherche Médicales de Franceville in Gabun (CIRMF), das Institut für Virologie von Marburg in Deutschland und jenes von Rotterdam in den Niederlanden sowie das Institut Pasteur von Dakar/Senegal. Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission mit einem Betrag in Höhe von 500.000 Euro mitfinanziert.

Das Ebolafieber ist sehr ansteckend und hat eine äußerst pathogene Wirkung für Primaten und insbesondere den Menschen. Die Sterblichkeit kann je nach Art des Virus 88 Prozent erreichen. Derzeit gibt es keine Therapie für diese Krankheit. Die Übertragung erfolgt am häufigsten durch Kontakt mit der Haut und den Ausscheidungen des Kranken. In Afrika ist die Erkennung von hämorrhagischem Fieber wie Ebola oder Lassa (eine Mio. Fälle jährlich) durch mangelnde Spezifität der Symptome bei Krankheitsbeginn schwierig. Die Symptome sind unter anderem Fieber und Kopfschmerzen, die nach sieben bis acht Tagen Inkubationszeit auftreten. Später kommt es zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Gelenkschmerzen sowie zu so genannten konjunktivalen Einblutungen. Zwischen dem sechsten und 16. Tag kann ein hypovolämischer Schock zum Tode führen. Ein hypovolämischer Schock ist per Definition ein akutes Kreislaufversagen nach Verlust von Blut, Plasma bzw. Wasser und Elektrolyten. (pte)

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