Caritas: Hilfe für Menschen in Goma

25. Februar 2002, 15:17
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Vulkanausbruch hat schreckliche Not hinterlassen - Tausende sind obdachlos

Wien - "Die Menschen in Goma werden noch monatelang in Zelten oder Behelfsunterkünften aushalten müssen", berichtet Caritas-Mitarbeiterin Elisabeth Cerny, die soeben von einem Lokalaugenschein aus dem Kongo zurückgekehrt ist. Für den Wiederaufbau nach dem Vulkanausbruch ist kaum Geld vorhanden. Die Caritas verteilt derzeit an 50.000 Menschen Lebensmittel, die vom World Food Program geliefert werden. "Niemand hungert, aber Tausende haben noch kein Dach über dem Kopf," schildert Cerny verzweifelt.

Kein Dach über dem Kopf

5.500 Zeltplanen wurden mit Hilfe von Spenden aus Österreich an obdachlose Familien in Goma verteilt. "Viele Familien haben auch in Schulen Zuflucht gefunden", erzählt Cerny, "doch die Schulen nehmen morgen wieder ihren Betrieb auf und damit stehen alle auf der Straße. Und in wenigen Tagen beginnt die Regenzeit."

Tausende Menschen haben alles verloren: Wohnung, Arbeitsplatz, das gesamte Hab und Gut. Die Lava zieht schreckliche Schneisen der Verwüstung durch die Stadt Goma, die Höhe der Lavamassen beträgt zwei bis drei Meter. Große Flächen des pulsierenden Wirtschaftszentrums sind unbewohnbar geworden.

Kosten für Notwendigstes

Zelte und Wellblechdächer für Lehmhäuser werden dringend benötigt. Die Zeltplanen für eine Familie kosten 12 Euro. Sie können später auch für einfache Hauskonstruktionen verwendet werden. Die Kosten für ein Wellblechdach betragen 350 Euro. Das können sich die Familien nicht leisten, denn derzeit gibt es kaum Arbeit und Möglichkeiten etwas zu verdienen. "Die Katastrophe ist zwar aus den internationalen Medien verschwunden, nicht aber das Leid aus dem Leben der Bevölkerung", weiß Cerny und richtet einen dringenden Hilfsappell an die Österreicherinnen und Österreicher den Wiederaufbau in Goma zu unterstützen.

Spendenkonto:
PSK 7.700.004 "Kongo"
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