Italienische Telekom-Gruppe Wind will bis 2004 in die Gewinnzone

25. Februar 2002, 14:13
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7 Mrd. Euro Investitionen für UMTS geplant

Die italienische Telekom-Gruppe Wind will bis 2004 die Gewinnzone erreichen. Der Umsatz soll dabei bis 2006 um 20 bis 25 Prozent ansteigen. Dies bekundete der Präsident des Wind-Hauptaktionärs Enel, Franco Tato, am Montag. Nach der Fusion mit dem Festnetzbetreiber Infostrada im vergangenen Jahr zähle Wind bereits zu den mittelgroßen Telekommunikationskonzern Europas. Mittelfristig wolle das Unternehmen zum zweitstärksten italienischen Telekom-Konzern nach der Telecom Italia aufrücken, sagte der Enel-Chef.

Wind hofft, in Italien einen Marktanteil von 20 Prozent in der Mobilfunk- und Festnetzbranche zu erobern. Zudem will die 1998 gegründete Gesellschaft, an der auch die France Telecom beteiligt ist, zum stärksten Internet-Anbieter in Italien aufrücken. Wind ist eine der Telekom-Gesellschaften, die im Oktober 2000 eine UMTS-Lizenz in Italien erworben hat. In den nächsten Jahren plant Wind Investitionen in Höhe von 7 Mrd. Euro (96,3 Mrd. S), die sich auch auf die Entwicklung des UMTS-Systems konzentrieren werden.

Der italienische Telekom-Konzern konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf 2.794 Mill. Euro (38,4 Mrd. S) verdoppeln. Nach Angaben des Unternehmens wuchs der Gewinn vor Steuern um 63 Prozent auf 46 Mill. Euro. Ende 2001 hatte Wind 23,8 Mill. Kunden unter Vertrag.(APA)

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