Längere Umtauschfrist

26. Februar 2002, 00:32
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Banken akzeptieren Schilling freiwillig länger

Wien - Sobald der Euro ab Freitag alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel in Österreich ist, sind die Geschäftsbanken nicht mehr verpflichtet, alte Schillingbarbestände gratis in Euro zu tauschen.

Mehr Zeit

Gebührenfrei wechselt danach für alle Zeit die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in österreichweit acht Zweigstellen. Ein Rundruf bei großen Instituten ergab, dass die Banken ihren Kunden nun doch noch ein paar Wochen mehr Zeit geben. In der Bank-Austria/CA-Gruppe trennt man da ab 1. März zwischen Lauf- und Stammkundschaft. Für die eigenen Kunden werde man die Frist um einen Monat verlängern, demnach werde es noch den ganzen März möglich sein, restliche Schillingbestände kostenlos auf das Konto einzuzahlen.

Andere Euro-Vorgängerwährungen (z. B. DM) werden eigene Kunden noch zu den üblichen Spesensätzen auf Euro tauschen können. Die Erste Bank verlangt bis zum 3. April von der Bankkundschaft nichts, wenn Schillingbestände aufs Konto einbezahlt werden. Wer Cash wechseln, also Euro auf die Hand will, kann dies bei der Erste-Gruppe noch bis 5. März gebührenfrei tun, danach würde dafür der normale Valutenwechselsatz verrechnet. Bei den Volksbanken schickt man Kunden, die noch letzte Schillinge gratis wechseln wollen, ebenfalls nicht gleich zur Notenbank. Für den Umtausch von Schilling- auf Eurobargeld und Schillingeinzahlungen aufs Konto wird die Volksbank Wien von Eigenkunden bis auf weiteres nach wie vor keine Gebühren verlangten, so eine Sprecherin. Bis zum 28. Februar sind die Banken verpflichtet, für alle Kunden Schillingbargeld gratis in Euro zu tauschen. (APA)

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