Bluttests für DrogenlenkerInnen

25. Februar 2002, 14:09
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Mehr Drogen- als AlkolenkerInnen - FPÖ strebt Verfassungsmehrheit im Parlament an

Wien - Die Wiener FPÖ forderte am Montag Blut- und Harntests zur Drogenüberprüfung der AutofahrerInnen. Nationalratsabgeordnete Sylvia Paphazy (F) hofft dafür auf die Zustimmung der SPÖ beim nächsten parlamentarischen Verkehrsausschuss im März 2002, weil für diese zusätzlichen Befugnisse der Exekutive eine Zwei-Drittel Mehrheit im Nationalrat erforderlich ist. Landtagsabgeordneter Heinz-Christian Strache (F) forderte Drogenschnelltests und eine mögliche Vorführung verdächtiger AutofahrerInnen zum Arzt.

Vorbild Deutschland

Paphazy lobte die rot-grüne Koalition in Deutschland, da dort die Möglichkeit von Drogenschnelltests bestehe. Bei diesen Tests werde Speichel oder Harn entnommen. Dieses Ergebnis sei aber nicht wissenschaftlich, wie der an der Veranstaltung teilnehmende Chefarzt der Bundespolizeidirektion Wien, Reinhard Fous, festhielt. Eine bessere Qualität dieser Tests müsse Fous zu Folge erreicht werden, da ein rund zehnprozentiger Unsicherheitsfaktor bestehe. Diese Schnelltests seien aber die einzige Möglichkeit, falls die Opposition den Bluttests nicht zustimme, betonte Strache. Er wolle so den Sozialisten "die Rute ins Fenster stellen".

Mehr Drogen- als AlkolenkerInnen

Laut Strache wären harte Maßnahmen notwendig, da er vermute, dass Jugendliche ganz bewusst Drogen nehmen würden, statt Alkohol zu konsumieren, um den Alkotests der Exekutive zu entgehen. Es gebe mehr Drogen- als AlkolenkerInnen, da jede/r 20. AutofahrerIn unter Einfluss harter oder weicher Drogen stehe. (APA)

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