Trübe Aussichten für europäischen Handymarkt

25. Februar 2002, 12:32
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Markt gesättigt - 80 Prozent der Telefonbesitzer wollen kein neues Handy

Die Aussichten für Handy-Hersteller in Europa sind einer Studie von Forrester Research zufolge trübe: Die überwiegende Mehrheit der Europäer plant nicht, sich ein neues Handy anzuschaffen, wie eine am Montag veröffentlichte Untersuchung der Forrester Research ergab. Demnach besitzen bereits 71 Prozent aller Europäer ein Mobiltelefon und in 20 Prozent aller Haushalte sind drei und mehr Geräte vorhanden.

Kein neues Handy

Jeweils 80 Prozent aller Handybesitzer sowie der Nicht-Handybesitzer beabsichtigen nicht, ein neues oder überhaupt ein Mobiltelefon anzuschaffen. Zwischen Mai und Oktober 2001 gab es laut Marktforscher kaum Veränderungen bei den Besitzerzahlen: Während Großbritannien, Irland und Spanien ein leichtes Plus an Handybesitzern von jeweils über zwei Prozent verzeichneten, mussten Länder wie Norwegen, Deutschland und die Niederlande Rückgänge zwischen 3,7 und 4,6 Prozent hinnehmen.

In der Vergangenheit hatte es in der Branche zweistellige Zuwächse gegeben. "Bis die neuen Netze (etwa UMTS) eine vollkommen neue Generation von Anwendungsmöglichkeiten erlauben, sind die Funktionalitäten eines Handys als Argument für einen Neukauf ausgereizt", resümiert die Studie.

Finnland, Schweden, Norwegen, ...

Spitzenreiter beim Handybesitz sind nach wie vor die skandinavischen Länder: In Schweden und Norwegen haben 83 Prozent der Bevölkerung eines, in Finnland sind es sogar 86 Prozent. In Deutschland haben 74 Prozent der Bevölkerung ein Mobiltelefon. Am wenigsten sind Handys in Frankreich verbreitet, wo erst 55 Prozent der Menschen eines haben.

Die Marktforscher von Forrester hatten 28.000 europäische Haushalte befragt, 4.000 davon in Deutschland.(APA/AP)

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