Greenpeace: "Gentechnisch verändert“ gekennzeichnete Lebensmittel aus Handel verdrängt

25. Februar 2002, 16:36
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Aktion "Gen-Detektive" gibt "grünes Licht"

Wien - Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Montag mitteilte, sind Österreichs Lebensmittelregale nach geltendem EU-Recht so weit wie möglich gentechnikfrei. Mit dem Greenpeace- Internetprojekt "Gendetektive" konnten alle Hersteller für den österreichischen Markt dazu bewogen werden, ihre Produkte ohne manipulierte Grundstoffe zu erzeugen.

Gendetektive unterwegs

Nach EU-Recht müssen alle Lebensmittel als "gentechnisch verändert" gekennzeichnet werden, wenn dies im Endprodukt nachweisbar ist und der Grenzwert von einem Prozent überschritten wird, so Greenpeace. Aufgabe der "Gendetektive" ist es, nach solchen Kennzeichnungen wie "hergestellt aus gentechnisch veränderter Soja oder Mais", aber auch falschen Kennzeichnungen wie "GVO-Erzeugnis" oder "biotechnologisch verbessert" Ausschau zu halten und diese zu melden, hieß es auf der Homepage des Projekts.

Greenpeace versucht dann, die Produzenten der jeweiligen Produkte dazu zu bewegen, auf nicht gentechnisch veränderte Grundprodukte umzusteigen. Seit 1999 wurden auf diese Weise neun Fälle von den AktivistInnen bearbeitet.

Verzicht auf manipulierte Grundstoffe

Wie die Umweltschutzorganisation jetzt mitgeteilt hat, wurden alle Hersteller für den österreichischen Markt dazu überredet, ihre Produkte den Grenzwerten entsprechend ohne manipulierte Grundstoffe herzustellen. Im Rahmen der Internetaktion wurde jetzt erstmals seit zwei Jahren der "rote (Gen) Alarm" durch "grünes Licht" ersetzt. Laut Greenpeace ist Österreichs Markt damit allerdings nicht "gentechnikfrei".

Nur jene Produkte, die explizit als Bio- oder als gentechnikfrei gekennzeichnete Lebensmittel sind, wären garantiert nicht gentechnisch manipuliert, so die Aktivisten. (APA)

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