Haupt fehlt der Blick für die Vielfalt von Frauenleben

25. Februar 2002, 11:20
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"Mutterschaft und Selbstverwirklichung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden." Dies betont die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft. "Jeder Mensch hat ein Recht auf Selbstverwirklichung, die nichts mit Egoismus und Entsolidarisierung zu tun hat.

Mutterschaft und Selbstverwirklichung sind keine Gegensätze

Zeitgemäße Politik muss darauf Rücksicht nehmen, dass Frauen vielfältige Lebenskonzepte haben. Sie fordern deshalb zu Recht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen für gelebte Partnerschaft und gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Wer sich hauptsächlich auf die Förderung von Elternschaft konzentriert, macht deutlich, dass es ihm um Bevölkerungspolitik, aber nicht um Frauenpolitik geht", erklärt Margit Hauft.

Mit Kindergeld allein geht nichts

Die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs sieht im Kindergeld durchaus einen Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der aber durchaus noch reformbedürftig ist. "Frauen brauchen mehr als ein Kindergeld. Nur eine effiziente, zeitgemäße Frauenpolitik, welche die ganze Vielfalt von Frauenleben ins Blickfeld nimmt, kann erfolgreich sein." Frauenminister Herbert Haupt hatte am Samstag, 23.Februar, in einem Interview mit der Tageszeitung "Der Standard" gemeint, dass die sinkende Geburtenzahl mit wachsender Selbstverwirklichung und Wohlstand zusammenhänge.
(red)

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