Japan: Stadt Kobe kämpft gegen randalierende Wildschweine

25. Februar 2002, 14:35
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20 Angriffe im vergangenen Jahr

Tokio - Mit ungebetenen Gästen hat die japanische Millionenmetropole Kobe zu kämpfen: Randalierende Wildschweine machen die Stadt unsicher. 20 Angriffe zählten die Behörden im vergangenen Jahr. Nun wollen sie dem Treiben der Borstentiere ein Ende setzen. Eine Verordnung - die erste dieser Art in Japan - soll den Bürgern ab 1. Mai verbieten, Wildschweine zu füttern oder Müllsäcke liegen zu lassen, die die Tiere gerne durchwühlen. Bei Zuwiderhandlung soll es aber kein Bußgeld geben, sondern nur eine Verwarnung.

Während andere japanische Städte Regelungen gegen bösartige Affen erließen, ist Kobe mit seinem Wildschweinproblem ein Einzelfall. Bei der letzten Zählung vor elf Jahren lebten in den Außenbezirken von Kobe rund 600 Wildschweine, von denen einige bis zu 150 Kilogramm wogen. Die Tiere verursachten in der vergangenen Woche im Süden des Landes ein Zugunglück, bei dem 75 Personen verletzt wurden. Ein Schnellzug rammte einen anderen, der nach dem Zusammenstoß mit einem Wildschwein gebremst hatte. (APA)

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