Rekordergebnis und höhere Dividende

25. Februar 2002, 14:38
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Konzernergebnis um 38 Prozent auf 115 Millionen Euro gestiegen

Wien - Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG (Verbund) konnte 2001 das Konzernergebnis um 38 Prozent von 83 Mill. Euro auf 115 Mill. Euro (1,58 Mrd. S) steigern und erzielte damit das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte, teilte der Verbund am Montag parallel zu seiner Bilanz-Pressekonferenz mit. Dazu beigetragen hätten die äußerst positive Entwicklung des Finanzergebnisses, das niedrige Zinsniveau und die gesunkenen nichtrealisierten Kurseffekte aus Fremdwährungsverbindklichtkeiten. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich von 2,74 auf 3,74 Euro. Die Dividende wird von 1,16 auf 1,25 Euro erhöht.

Das operative Ergebnis stieg um 5,2 Prozent auf 317 Mill. Euro und nähere sich damit dem Niveau vor der Liberalisierung an. Der anhaltende Margendruck habe durch Vertriebserfolge und Kostensenkungsprogramme mehr als kompensiert werden können.

Höhere Großhandelspreise

Die Umsatzerlöse wuchsen vor allem wegen der höheren Großhandelspreise und dem Auslandsgeschäft um 30 Prozent auf 1,685 Mrd. Euro (23,19 Mrd. S) und lägen damit deutlich über dem Niveau vor der Strommarktöffnung. 1998 waren 1,494 Mrd. Euro erzielt worden. Bereits mehr als 50 Prozent des Stroms werden im Ausland abgesetzt, wobei die Hauptabsatzmärkte Deutschland, Italien, Slowenien und Polen sind. Die Umsätze im Auslandsvertrieb konnten bei steigenden Preisen um 57 Prozent, die Umsätze im Tradinggeschäft um 169 Prozent gesteigert werden.

Im Inland stieg der Stromabsatz im vergangenen Jahr geringfügig um 1,5 Prozent auf 23.896 Gigawattstunden (GWh), im Ausland konnte der Absatz hingegen um 96,3 Prozent auf 31.589 GWh fast verdoppelt werden. Insgesamt lag das Absatzvolumen 2001 mit 55.485 GWh um 39,3 Prozent über dem Jahr davor.

Drittgrößter Anbieter im Geschäftskundensegment

Im Inland sei der Verbund im Geschäftskundensegment, auf das 70 Prozent des Marktes entfallen, bereits der drittgrößte Anbieter. Auf Grund der Marktöffnung, die zu einer gesetzlichen Auflösung der Koordinierungsverträge führte, sei allerdings Druck auf Umsätze und Deckungsbeiträge ausgeübt worden. Auch im Kleinkundengeschäft zähle der Verbund mit den Vertriebs-Joint Ventures Raiffeisen Ware Wasserkraft (RWW) und MyElectric zu den erfolgreichen neuen Anbietern.

Signifikant vorangetrieben worden sei auch die Entschuldung des Konzern, heißt es in der heutigen Pressemitteilung weiter. Die Nettoverschuldung sei 2001 um 397 Mill. Euro (5,463 Mrd. S) reduziert worden, im Jahr 2000 waren es 270 Mill. Euro und 1999 637 Mill. Euro.

Durch die Steigerung des operativen Cash-Flow um 16 Prozent auf 279,8 Mill. Euro sei die Liquidität des Unternehmens verbessert worden. Die Rentabilität des Konzerns (ROCE) sei auf 9,5 Prozent gestiegen und liege deutlich über dem Branchenschnitt der Versorgerwerte Europas. Die EBIT-Marge sei mit 18,8 Prozent zwar gesunken, liege aber über dem europäischen Branchendurchschnitt.(APA)

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