Wiedersehen in Turin 2006

25. Februar 2002, 10:21
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Die Winterspiele von Salt Lake City sind beendet - Martin Rettl trug die Fahne des nicht mehr allzu großen ÖOC-Teams - Auch russische Sportler dabei

Salt Lake City - Mit einer kurzweiligen Eisshow im Hollywood-Stil ist am Sonntagabend die XIX. Olympischen Winterspiele in Salt Lake City zu Ende gegangen. 44.929 Zuschauer im Rice Eccles-Stadion und ein Milliardenpublikum weltweit vor den Fernsehgeräten erlebten eine von Hollywood-Regisseur Don Mischer perfekt inszenierte Show, mit der die amerikanischen Gastgeber die ersten Winterspiele dieses Jahrhunderts nach 16 Wettkampftagen stimmungsvoll ausklingen ließen.

IOC-Präsident Jacques Rogge bedankte sich bei den Amerikanern im Namen der olympischen Bewegung für "zwei unvergessliche Wochen". "Bürger Amerikas, Utahs und von Salt Lake City, ihr habt der Welt herausragende Spiele gegeben", rief der Belgier den Gastgebern zu.

Auf nach Piemont

Um 20.10 Uhr Ortszeit (04.10 Uhr MEZ) sprach Rogge die traditionelle Schlussformel: "Hiermit erkläre ich die XIX. Olympischen Winterspiele für beendet." Zugleich rief er die Jugend der Welt auf, sich in vier Jahren in Turin zu versammeln. Die Hauptstadt der italienischen Provinz Piemont ist vom 10. bis 26. Februar 2006 Schauplatz der XX. Winterspiele. Um 20.35 Uhr Ortszeit (04.35 Uhr MEZ) erlosch das Olympische Feuer in Salt Lake City.

Unter den Augen von US-Vizepräsident Dick Cheney hatten die Athleten aus 78 Ländern ein letztes Mal Einzug in das Rice Eccles-Stadion gehalten. Martin Rettl, der bei seiner Olympia-Premiere die Silbermerdaille im Skeleton-Bewerb gewonnen hatte, trug die Fahne des nicht mehr allzu großen ÖOC-Teams. An dem bunten Reigen zum Ausklang der Spiele beteiligten sich auch die russischen Sportler, deren Teilnahme an der Schlussfeier erst wenige Stunden vorher offiziell bestätigt wurde.

Den Auftakt zu einem Festival der Stars bildete ein musikalischer Streifzug durch Amerika vom Jazz über Pop bis zum Swing. Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt tanzte gemeinsam mit der amerikanischen Goldmedaillen-Gewinnerin von 1992, Kristi Yamaguchi, zu den Klängen der US-Rockband "Kiss" über das Eis.

Nach dem Potpourri heißer Rhythmen hallten die Nationalhymnen Griechenlands und Italiens, Austragungsland der nächsten Winterspiele, durch die Arena, während gleichzeitig die Flaggen beider Länder gehisst wurden. In einem feierlichen Augenblick gab Salt Lake Citys Bürgermeister Rocky Anderson die Olympische Flagge, die 17 Tage lang über der Mormonen-Metropole geweht hatte, an IOC-Präsident Rogge zurück. Dieser reichte sie schließlich an Sergio Chiamparino, das Stadtoberhaupt von Turin weiter. In einer sechsminütigen Präsentation stellte sich der Gastgeber der nächsten Winterspiele anschließend vor.(APA/dpa)

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