Klagen und neue Vorwürfe

25. Februar 2002, 12:37
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Oberösterreichische Transdanubia soll Lenker zu lange eingesetzt haben

Linz/Salzburg - Luxemburg nimmt einen weiteren Frächter ins Visier: Die oberösterreichische Transdanubia soll mehrere Lenker zu lange eingesetzt haben, von Fahrzeiten bis zu 28 Stunden ohne Ruhepause ist die Rede. Firmenchef Franz Grad wies die Vorwürfe - wie Ende Jänner, als der Kammerfunktionär auch unter Verdacht war - zurück. Luxemburg erklärt jedoch auch, dass Lenker eingesetzt waren, die nicht in den Lohnbüchern gestanden seien. Grad: "Die Lenker sind auf österreichischen Lohnlisten und wurden den Luxemburgern fallweise zur Verfügung gestellt, um Lenk- und Ruhezeiten einhalten zu können."

Der Salzburger Transportunternehmer Karl Augustin will John Castegnaro, den Präsidenten des luxemburgischen Gewerkschaftsbundes, klagen. Dieser hatte erklärt, bei dem Unternehmen seien osteuropäische Fahrer eingestellt worden, die bei der luxemburgischen Firma Kralowetz beschäftigt wurden, und den Lenkern sei Schweigegeld angeboten worden. Das Verfahren gegen Karl Kralowetz könnte im März beginnen.

Die Grünen in Österreich verlangen einen Untersuchungsausschuss, auch über die Rolle von Kammerfunktionären. Eva Lichtenberger nennt Berichte, dass Funktionäre "nicht nur selbst alle Lücken im Gesetz genützt haben, sondern auch noch gute Tipps verteilt haben". (red, Der Standard, Printausgabe, 25.02.02)

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