UTA braucht kräftige Geldspritze

24. Februar 2002, 20:08
1 Posting

Eigentümervertreter Rudolf Samec beziffert Cashbedarf auf eine Milliarde Schilling

Wien - Der heimische Telefon- und Internetanbieter UTA Telekom AG benötigt für seinen Fortbestand eine kräftige Finanzspritze der Eigentümer, schreibt das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe. Demnach sei die Lage des schwer defizitären Telekom-Unternehmens ernster als bisher angenommen. Der Cashbedarf des Unternehmens soll sich um eine Milliarde Schilling, also rund 73 Mill. Euro, bewegen, zitiert das Blatt Rudolf Samec, Geschäftsführer beim UTA-Mehrheitseigentümer VTÖB und im Hauptberuf bei den Wiener Stadtwerken für Beteiligungen zuständig.

Mittelzufuhr schon beschlossen

Die Mittelzufuhr werde erfolgen und sei bereits vor dem Ausstieg von Swisscom beschlossen worden, sagte sein Kollege in der VTÖB-Geschäftsleitung, Tiwag-Chef Herbert Hönlinger.

Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom hat Ende Jänner seinen Anteil an der UTA - 45,5 Prozent plus eine Aktie - an seinen bisherigen Partner VTÖB - einem Zusammenschluss von acht Landesenergieversorgern - abgetreten und auf eine Darlehensforderung in Höhe von 142,4 Mill. Euro verzichtet. Im Geschäftsjahr 2000 verzeichnete die UTA laut Bilanz einen Jahresfehlbetrag von 94,6 Mill. Euro.

UTA: Finanzierung läuft plangemäß

Die erforderliche Finanzierungssumme von knapp 70 Mill. Euro (knapp eine Mrd. S) sei eine schon lange geplante, letztmalige Tranche zur Ausfinanzierung, teilte das österreichische Telekom-Unternehmen UTA am Sonntag mit. "Die Finanzierung ist voll gesichert. Die notwendigen Mittel sind bereits seit Anfang 2001 in dem von unseren Eigentümern genehmigten Business-Plan enthalten und somit keine Neuigkeit", sagte UTA-Sprecher Martin Halama. (APA)

LINK
UTA
Share if you care.