Transrapid-Strecke Peking-Schanghai in Gefahr

24. Februar 2002, 17:08
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"Focus": China droht mit Zuschlag für Japan

München - Der geplante Bau der Transrapid-Strecke Peking-Schanghai ist nach Angaben des Münchner Magazins "Focus" in Gefahr. Der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji habe die Zusammenarbeit mit Thysssen-Krupp bei dem Pilotprojekt in Schanghai kritisiert, berichtet "Focus" in seiner jüngsten Ausgabe.

Während des Besuchs des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) in Peking habe Zhu sich bei diesem beschwert, dass der chinesischen Seite technologisches Wissen vorenthalten werde. Zhu habe damit gedroht, dass sein Land konventionelle japanische Schnellbahntechnik nutzen werde, falls Thysssen-Krupp nicht vertrauensvoll mit China zusammenarbeite.

Die weltweit erste kommerzielle Transrapidstrecke wird derzeit im Stadtgebiet von Schanghai gebaut. Die etwa rund 30 Kilometer lange Strecke zwischen dem Flughafen und der Innenstadt von Schanghai soll im kommenden Jahr fertiggestellt sein. Daneben plant die chinesische Regierung weitere Transrapid-Strecken in der Volksrepublik. Die 1.300 Kilometer lange Verbindung zwischen Schanghai und Peking ist dabei das größte Projekt. Für den Auftrag bewerben sich außer den Erbauern der Magnetschwebebahn auch die Hersteller der Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen (Japan) und Eurotrain (Alstom/Siemens). (APA)

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