Autozubehörkette Forstinger soll bald an Ventana gehen

24. Februar 2002, 20:10
posten

"profil": Exklusivverhandlungen haben begonnen

Wien - Die insolvente heimische Autozubehörkette Forstinger steht offenbar unmittelbar vor dem Verkauf. Seit vergangener Woche führe die Wiener Ventana GmbH, bei der Ex-Mitarbeiter der heimischen M&A Bank das Sagen haben, Exklusivverhandlungen mit dem Masseverwalter der Forstinger-Familienstiftung, schreibt das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe.

"Wir sind in Verhandlungen", bestätigte Ventana-Geschäftsführer Hannes Winkler. Darüber hinaus wollte er keinen Kommentar abgeben. Die beiden Ventana-Geschäftführer Hannes Winkler und Ernst Lemberger gehörten früher dem Vorstand der heimischen M&A-Bank an. Monatelang waren drei Unternehmen - Derendinger, Alchemy und Ventana - im Rennen gleichauf gelegen.

Ausgleich überstanden

Die Forstinger HandelsgmbH hat den im Frühjahr 2001 angemeldeten Ausgleich überstanden, konnte sich mit den Gläubigern auf eine 40-Prozent-Quote einigen und den Betrieb fortführen. Mittlerweile liegen die Tagesumsätze wieder fast auf dem Niveau des Jahres 2000, operativ laufe das Geschäft sogar positiv. Doch die Forstinger Privatstiftung, bis dato immer noch Eigentümer der Handelskette mit ihren 114 Filialen und zuletzt 160 Mill. Euro (2,2 Mrd. S) Jahresumsatz, befindet sich nach wie vor im Konkurs und muss nun verkaufen, um ihre Gläubiger zumindest teilweise befriedigen zu können, schreibt "profil". Ventana konnte sich dabei gegen die beiden Mitinteressenten Alchemy und Derendinger - dieser will nun den insolventen Mitbewerber Autopart kaufen - durchsetzen.

Ventana will laut Bericht für Forstinger rund 20 Mill. Euro locker machen - teilweise als Kaufpreis, teilweise für notwendige Investitionen, sowie weitere 25 Millionen Euro an Schulden übernehmen, die Forstinger nach dem Ausgleich noch in den Büchern führt, schreibt das Blatt. (APA)

Share if you care.