Premiere World: Fall von "digitaler Piraterie" in Wien aufgedeckt

24. Februar 2002, 08:39
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Kartenlese- und -schreibgeräte sowie Piraten-Software und illegale Daten wiurden sichergestellt

Wieder einen Erfolg gegen "digitale Piraterie" vermeldete Premiere World Österreich: Bei einer Hausdurchsuchung in Wien wurde am Donnerstag, die Wirtschaftspolizei fündig. Laut dem Sender sind Kartenlese- und -schreibgeräte sowie Piraten-Software und illegale Daten sichergestellt worden. Grund für die Hausdurchsuchung war ein Privatanklageverfahren von Premiere World Österreich, bestätigte der Sprecher des Wiener Landesgerichts, Friedrich Forsthuber.

Handel mit manipulierten Karten

Der Verdächtige Herbert K. habe mit manipulierten Karten gehandelt, die seinen Kunden illegalen Zugang zu verschlüsselten TV-Sendern verschaffte, erläuterte Premiere in einer Aussendung. Es werde von einer Verletzung des Zugangskontrollgesetzes ausgegangen, erklärte Forsthuber.

Teuer

Laut Premiere-Anwalt Egon Engin-Deniz handelt es sich um Fälle der Manipulation von originalen "SmartCards", die ohne Abonnement freigeschaltet wurden. Diese Cards sind Voraussetzung, um das verschlüsselte Pay-TV-Programm von Premiere World empfangen zu können. Der Erwerb dieser illegalen Karten werde teuer bezahlt: Die Konsumenten zahlen einen überhöhten Preis für Empfangsgeräte und zusätzlich bei regelmäßigen Ausfällen der Karten, auch warten sie bis zu zwei Wochen auf die neuen "SmartCards", erklärte Premiere.(APA)

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