USA erleben wärmsten Winter ihrer Geschichte

25. Februar 2002, 09:00
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Folge: Die für die Wasservorräte nötigen Schneemengen blieben aus

Asheville/North Carolina - Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war ein Winter in den USA so warm wie dieser. Ungewöhnliche Temperaturen in weiten Teilen der USA hätten zum wärmsten Quartal von November bis Jänner seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1895 geführt, teilte Jay Lawrimore, der Leiter der Klimabeobachtungsabteilung der US-Meeres- und Atmosphärenforschungsbehörde NOAA in Asheville (US-Bundersstaat North Carolina), am Freitag mit.

Im US-Schnitt lagen die Temperaturen während dieser drei Monate bei 4,41 Grad Celsius plus. Das sei 2,4 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Allein der vergangene Monat schlug als siebtwärmster Jänner seit 1895 zu Buche. Zuletzt hatte die Klimabehörde im Winter 1999/2000 einen Wärmerekord gemeldet. Ihren Angaben zufolge stiegen die Wintertemperaturen seit 1976 um 0,7 Grad Celsius pro Jahrzehnt.

Durch die höheren Temperaturen blieben in diesem Winter auch die für die Wasservorräte nötigen Schneemengen aus. Rund 18 Prozent der USA erleben derzeit eine extreme Dürre, hieß es. Besondere Sorge bereitet den Klimaforschern die große Trockenheit entlang der US-Ostküste von Georgia bis Maine. Die Wasserreservoirs für New York City seien nur zur Hälfte gefüllt, und in mehreren Staaten wurde bereits der Wassernotstand ausgerufen.(APA/dpa)

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